Montag, Dezember 31, 2007

Wir waren gestern zum Essen spielen- Ihr Antrag wird abgelehnt













vorher - nachher

Es weihnachtete sehr und man wollte den neuerhaltenen Reichtum schnell wieder los werden.
Wo tut man das? Ikea ist eine gute Adresse. Diverse Spielzeugläden ebenso.
Wunderschöne Holzstühle, einer für uns ein kleines Vermögen, mit Sitzkissen wurden erstanden- Ingolf Antikbeize, für den Auskenner. Nicht so dunkel wie es klingt, nein angenehme Farbe und dank waschbaren Sitzkissen pflegeleicht. Mit zwei Tüten leckerer, rustikaler Chips, diversem Kleinkarm an dem ich nicht vorbeilaufen konnte, den Stühlen und zwei Kindern die man leider nicht abgeben konnte, weil die Kinderaufbewahrung überfüllt war, verließ man die Lokalität wieder.
Ein Sportwagen- in schrecklichem Neudeutsch Buggy genannt- für das Töchterlein, der Kinderwagen hat vor Weihnachten vollends den Geist aufgegeben wurde im Spielemax erstanden und nachdem der Laden verlassen werden konnte ohne größeres Geschrei und Verlust keines Kindes wollte man sich vom Restgeld noch den Bauch voll schlagen.
Diese allbekannte Fastfoodkette hat ihre Lager gegenüber von Ikea aufgeschlagen, so ging es also dahin.
Es gibt so "Familienzimmer"- Machart wie die zukünftigen Raucherterarien, schätz ich mal. Verglast und schön abgeschlossen. Aber wir konnten in Ruhe Essen, dank Kinderrutsche und riesiger Stoffbausteine. Einer anderen Familie war die Tochter von der Sitzbank gekippt und sah etwas lädiert aus- so ganz ausgereift sind diese lehnenlosen Gestelle also noch nicht. Aber "wir waren zum Essen spielen" und haben "Cola gebläst". Strohhalme sorgen für große Begeisterung bei unseren Kindern.

Heute gab es den ersten von mir selbst zubereiteten Karpfen. Es war kinderleicht und hat lecker geschmeckt.
Sohnemann war den Karpfen mit kaufen- was für ein Fest. Die Fische werden frisch gefangen aus dem Teich und vor Ort getötet und ausgeblutet.
Erschreckenderweise hüpfen die Karpfen beim daheim putzen noch lustig umher als ob sie leben. Dass er nicht mehr schwimmen kann, war für den kleinen Kerl nicht nachvollziehbar. Ich erklärte ihm dass der Fisch gestorben ist und Tote nichts mehr tun können. Am Esstisch nach dem Herausholen aus der Backröhre dann meinte Sohnemann dann zum Karpfen "Nun bist du gestorben".
Hm. Alles nicht so einfach für so ein kleinen Mensch.

Noch etwas verrücktes, ich erhielt am Samstag ein Schreiben vom Amt für Familie und Soziales. Beim Öffnen hielt ich nur ein Blatt in der Hand, anstatt der gewohnten 3. Das konnte nichts Gutes heißen. Auf so wenig Blatt bekommt diese Behörde doch niemals eine Berechnung hin.
Beim Lesen vertiefte sich der Schreck noch "Ihrem Antrag zur Neufeststellung des Erziehungsgeldes wird nicht statt gegeben". Mein Gehirn arbeitete sehr langsam, es folgte eine Begründung die mir den Paragraph herbetete wann Gelder gekürzt werden.
Schlussedlich schloss das Schreiben mit dem Satz: "Es bleibt bei der Entscheidung vom 22.08.2007". Ich kanns noch immer nicht glauben, erst wenn ichs auf dem Konto sehe. Am 22.8.07 wurde mir voller Anspruch an Erziehungsgeld bescheinigt. Seitdem ich arbeite ist die Zahlung jedoch gestoppt. Nun dürfte es im Januar eine Nachzahlung regnen und bis Ende September weiterhin volles Erziehungsgeld. Die Welt ist schön.

Und noch etwas, schon vor Weihnachten geschehen. Wir sind am dritten Advent nach Dresden gefahren, um lang von mir herbei gesehnt, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Stallhof endlich einmal am Wochenende zu erleben.Die letzten Jahre waren wir immer unter der Woche zu dem Spektakel. Cultus Ferox nannten sich die Spielleute, welche auftraten, trafen ganz meinen Geschmack. Bisschen Dudelsack, bisschen Schlagzeug, bisschen Gesang, mittelalterlich angehaucht. Das Ambiente, von Holz und Fackeln erzeugt passte wieder. Warum ich aber überhaupt davon erzähle- der Besuch hat schon fast was historisches. Es war der Vorabend von dem Tage der in die Geschichte gehen wird als der Tag an dessen Morgen der halbe Markt abbrannte.

Sonntag, November 25, 2007

Ein Mensch erster Klasse

Wenn Du einem geretteten Trinker begegnest,
dann begegnest Du einem Helden.
Es lauert in ihm schlafend der Todfeind.
Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche
und setzt seinen Weg fort durch eine Welt der Trinkunsitten,
in einer Umgebung, die ihn nicht versteht,
in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält,
in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen,
als auf einen Menschen zweiter Klasse,
weil er es wagt,gegen den Alkoholstrom zu schwimmen.
Du sollst wissen:
Er ist ein Mensch erster Klasse.

Friedrich von Bodelschwingh

Meine neue Arbeit belastet und bereichert mich zugleich.
Ich finde hoffentlich bald Zeit dazu mehr zu schreiben.
Ausgegorene Worte, dazu fehlt mir derzeit die Mußestunde.

Samstag, November 10, 2007

Teddywauwau

Das ist Teddywauwau- wie Töchterchen zu sagen pflegt- eigentlich aber Butzemann, ein norwegischer Waldkater, etwa 3 Monate alt und seit einer Woche neues Familienmitglied.
Sehr reinlich- nur sein Futter stinkt schrecklich.
Leider ist aus dem Teddywauwau mittlerweile eine "Tatze" geworden.
Er besticht jedenfalls durch sein wuschliges Fell und seine blaugraue Farbe. Alleine ist er ungern und sobald man zur rein kommt schnurrt er wie wild.



Donnerstag, Oktober 18, 2007

Ein Spruch, verewigt auf einem Holzbrettchen, hängt auf meiner neuen Arbeitsstelle.



Lerne dulden, lerne ertragen, lerne opfern, lerne entsagen, lerne schweigen und vergeben, denn erst dann hast du gelernt zu leben....



Die Drogennachsorge Pfaffroda- wers genau wissen mag, vielleicht schreibe ich dazu bald etwas, nach meinem ersten Wochenenddienst.

Sonntag, Oktober 14, 2007

Fuchsjagd 2007

Und es war sooooooo schön... Viele Pferde, viele nette Menschen, Sonnenschein und wundervolle Hindernisse, das Halali der Jagdhörner und am Ende wohltuende Erschöpfung die mich zufrieden sein lässt.












6.30 aufstehn am Sonntag- was man nicht alles tut

Bei Minus 1 Grad haben wir die Hafis auf Hochglanz poliert, die Schweife gewaschen und 8.30 Uhr wurde verladen.

Malwin- ein Prachtkerl in jeder Hinsicht- ging wunderbar auf den Hänger. Seine Mutter- stur wie Ochse- sah das gar nicht ein. Wir gewannen den Krampf und 9.00 gings dann los. Des Autos Anhängelast überladen, aber macht ja nix, denn: guck mal da vorne, die haben auch soviel angehängt und das Auto ist viiiiel kleiner.

10.00 Uhr dann Jagdbeginn mit einer amüsanten Rede über die Regeln- Absitzen nicht vorm Master, ihn überholen schon gar nicht, wer rauchen muss dann aber bitte aus der Pfeife und trinken bitteschön mit links. 6 Kutschen standen parat, vollgeladen mit Schaulustigen, die wiederum mit Kaffeekannen und allerlei Likören und anderem was die Fahrt versüßen kann, anrückten.


30 Reiter zählte das Feld, bunt gemischt aus Jüngeren und Älteren, sogar Herren wagten sich hin, mehrere und einer sehr vorlaut. Das Jagdgericht hat ihn dann dafür löhnen lassen.


Relativ zeitig entledigte sich ein Pferd seines Reiters. Es ist fast obligatorisch, dass einer unfreiwllig absteigt, solange mans selber nicht ist und womöglich beim Springen wenn man dann überrannt wird- ist sogar das interessant anzusehen. Der Master gab sich alle Mühe das eine oder andere Vergehen heraus zu kitzeln- sollte ja später möglichst jeder zur Kasse gebeten werden.

Eine ausgedehnte Mittagspause unterbrach die spannende und bei wirklich strahlendem Sonnenschein statt findende Hatz über Felder und kunstvoll aufgebaute Hindernisse.

Der Abschluss der Jagd dann gegen 14.00 mit dem Fangen des Fuchsschwanzes. Um die Sturzgefahr zu begrenzen und die Chancen etwas auszugleichen, wurden die Klein- und Großpferde getrennt losgeschickt. Aufgespießt auf einem Stock der Fuchsschwanz auf freiem Feld, etwa 300m Galoppstrecke und man konnte den Sieg erringen. In unserem Feld rieß einer ab und ließ fallen um sich den Sieg unter den Nagel zu reißen musste man nun also schnell sein Pferd verlassen und ihn aufheben. Der abgerissene Fuchsschwanz landete direkt neben mir, leider hatte ich zu große Sorge von den Nachkommenden überrannt zu werden und habe mir die Zeit genommen zu wenden um abzuspringen, jemand anderes war mutiger.


Der Fotograf bastelte alle 30 Pferde umständlich und langwierig auf wenige Quadratmeter um dann zu verkünden, dass alles gar nicht so wichtig sei, sondern nur Kulisse für den Sieger.
Na mal sehn wie die Kulisse in der Zeitung morgen aussieht.

Das Jagdgericht war Anlass für alle sich in der Reithalle bei Kaffee und Kuchen einzufinden. Jeder wurde bedacht ob Kutschenpassagier, Kutscher oder Reiter. In Geld und einer Aufgabe zur Belustigung aller konnte man sich frei kaufen.

Das Verladen von Nikita war ein Kunststück- es gelang, aber sicherlich sind die Lengefelder nun die Tierquäler Nummer 1, wir haben sie auf den Hänger geprügelt. Nicht mal auf den wo Malwin stand- der auch da wieder anständig hinaufkraxelte, letztendlich beliebte es ihr lieber in den Viehtransporter von Bekannten einzusteigen. Na besser als nichts, heimreiten wollte ich nicht unbedingt.


Schön wars- nächstes Jahr wieder, vielleicht.

Die Einweihung des neuen Sattels, ein Traum von Sattel übrigens, vervollständigte den Tag.


das sind die Helden,
sprich meine Freundin(Bild mit Kappe) und ich mit den Vierbeinern

Mittwoch, September 19, 2007

Weihnachten...

..ist- zumindest wenn man Plus und andere Filialen großer Handelsketten betritt.
Alle Jahre wieder reißt mich das aus meiner Hoffnung auf Sommer- zumal dieses Jahr ja keiner wahr. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr trotz dass das Verhältnis gefüllter zu ungefüllten Lebkuchenherzen in abgepackten Tüten zu meinem Ungunsten ausfällt, derartiges rechtzeitig zu kaufen. Rechtzeitig bedeuetet bald, nicht etwa erst im Advent, der eigentlichen Vorweihnachtszeit oder gar knapp davor. Knapp davor geht gar nicht, denn da müsste ich dann mit einem Osterhase vorlieb nehmen, vermutlich. Und der ersetzt nur mäßg ungefüllte Lebkuchenherzen.

Wie wahr

Folgendes wurde mir neulich zitiert und weil das so vortrefflich und wie auf mich zugeschnitten scheint, hab ich es mir gemerkt:

Wenn ich gestren abend so müde wie heut früh gewesen wäre, dann wäre ich jetzt so munter wie gestern abend.

Trotz dieses Wissens stellt sich der Lerneffekt bei mir allerdings nur sehr schleppend ein.

Dienstag, September 11, 2007

Puppen













Meine Tochter wird demnächst ein Jahr alt und sie bekommt zum Geburtstag einen Puppenwagen und eine Puppe. Ein Kind für das Kind sozusagen.
Es ist eine riesige Auswahl an Puppen käuflich erhältlich. Allerdings ist ein Großteil der handelsüblichen Puppen mit allerlei unnützem Schnickschnack ausgestattet. Das Gerät soll nicht krächzend Mama sagen oder unapettitlichen Kunstbrei essen können. Ist das schon ausgeschlossen, schaut das Objekt der Begierde mit Sicherheit hässlich aus oder wurde aus Vollplastik gefertigt und ist völlig unbeweglich. Trifft beides nicht zu, so handelt sich um eine unerschwingliche Puppe. Letztere haben wir am Wochenende im Puppenmuseum in Pobershau bestaunt. Über 2000 Puppen sind dort zu sehen.

















Das Töchterchen bittet seine Mama mit ihr doch zum Angeln zu gehen.
Auf
Nachfrage der Mutter warum in aller Welt sie angeln wolle, antwortet die
Kleine:
"Papa hat zu Onkel Dieter gesagt er habe sich neulich eine ganz
tolle Puppe
geangelt. "

Die Mutter fordert die Tochter auf ihr vom
Spielen völlig
verdreckte Puppe zu waschen. "Nein Mama! Die soll es besser
haben als ich!"

Samstag, September 08, 2007

Talsperre und lecker Pilze





Ich bin ja bekanntermaßen Reiter aus Leidenschaft, außerdem liebe ich Wasser. Ein Ausritt um die Talsperre ist also ganz nach meinem Geschmack. Sich brechendes Licht und glitzerndes, klares Blau, das mag ich.
Eine weitere Sache die ich mag sind Waldpilze. Neulich sprangen sie uns förmlich an, die Maronen, und ich konnte zum ersten mal dieses Jahr lecker Pilzpfanne genießen.

Ich war zum Probearbeiten und weiß eins mit Sicherheit, sollte ich demnächst Lohn erhalten, so erfüll ich mir endlich den Wunsch nach einem vernünftigen Fotoapparat, als Kind wollte ich eine Spiegelreflex, mal sehn... Auf dem Pferd ist so ein Fotohandy ja sehr praktisch aber fotografieren kann mans eigentlich nicht wirklich nennen.




Noch was trauriges, ich habs auch nicht fotografiert, Todgeweihte knipst man nicht- eine kleine Maus haben wir ausgegraben beim Erde verteilen, sie war ganz hilflos und ist dann entweder gestorben durch Erfrieren und dann zerfetzt wurden durch irgendein Tier vor ihm in der Nahrungskette oder aber gleich letzteres. Eklig und irgendwie tut mir sowas immer sehr leid.

Sonntag, August 19, 2007


Blick aus dem Fenster

Sonntag, August 05, 2007

Gestern

Gestern- Samstag, 18.15 Uhr, man wollte gerade sein ersten Happen Abendbrot in den Mund stopfen, schellt es an der Tür.

Ich habe ein Havariefall zu melden, ich habe bissel rumgebastelt und dabei das Heizungsrohr angebohrt, die Frau sitzt daheim und hält den Finger drauf.

Freitag, August 03, 2007

Umleitung


In Lengefeld wird gebaut, als ginge es um Leben oder Tod und die Bevölkerung wird damit schikaniert jedes Schlagloch des Ortes kennen lernen zu müssen auf einer Umleitung durch jede Nebengasse. Vielleicht soll man aber auch nur sein Heimatort besser kennen lernen und will uns auf die Art einen Gefallen tun. Tagtäglich statt 2 Minuten 10 Minuten zum Plus, was ist das schon, wenn man dafür den Friedhof, die Schule, die kunterbunt angemalten- diese Neuerun entging mir bisher- Plattenbauten und das Schwimmbad umkreisen darf.
Heute fiel mein Blick dann auf einen Automat, wo ich dachte es gäbe sie gar nicht mehr und wenn dann sicher unbenutzt und einfach nur vergessen, irgendwer muss doch die ganzen Dinger endlich abgehängt haben? Bei näherer Betrachtung zeigte sich, das Teil war voll- gut es weiß sicher auch niemand, dass es das gibt- aber noch erstaunlicher, man konnte Cent- münzen einwerfen. So alt kann es also nicht sein. 10, 20 oder gar 50 Cent- einmal klickend Drehen und dann Spaß haben. Wahlweise mit Kaugummi, Gummiball, hochkarätigem Plastikfingerring oder anderem unbezahlbaren Gut dieser Erfindung zur Geldmacherei. Wer mag denn nur in dieses Ding Geld stecken um dann, freudestrahlend womöglich, sich einen Kaugummi in Zitronenform in den Mund zu stopfen? Die Kaugummis befinden sich unverpackt in diesem auf mich nicht wirklich vertrauenserweckend wirkendem Ding. Ich gestehe früher habe ich oft und gern diese Apparate mit Pfennigen, glaube 10 warens damals, abgespeist. Da war ich ein dummes Kind. Damals waren die Apparate aber noch neu, ich hoffe demnach wenig verkeimt. Aber heute? Wie lang steht das da, mir kann doch keiner weiß machen, dass die Teile oft leer werden und dann noch vor Neubefüllung mit unverpackten Kaugummis eine Desinfektion erfahren? Ich bin ja sehr fürs Verpackung sparen, wegen mir muss man nicht innerhalb einer Schachtel noch zwei weitere haben um dann noch eine Folie abzuziehen. Aber das da, ist das nicht ekelhaft? Selbst wenn der Kaugummi sauber und halbswegs steril, allzusehr ist ja auch wieder ungesund, da drin auf seine Abholung wartet, wieviele Menschen haben schon die Klappe und das wo der Kaugummi rausrollt angepatscht? Wer macht das sauber? Es ist außerdem in der Höhe von Hundeschnauzen. Hat Lengefeld nicht sogar Füchse? Selbst wenn das alles nicht ist, dann fliegt der Kaugummi garantiert durch unsachgemäße Benutzung in den Dreck, und da, das ist sicher, hat bestimmt ein Hund hingepinkelt. Jeder Lengefelder führt sein Hund irgendwann aus, sicher auch dort. Womöglich halten die Hundehalter die abends da entlang schwadronieren dem Hund seine Notdurft zu erlauben diese Automaten am Leben- heimlich geben sie ihrer Lust nach Kaugummi nach, ungeachtet der Abartigkeit dieser Automaten.
Eigentlich wollte ich ja Milch kaufen, hatte die Umleitung zum Plus schon in Kauf genommen, dann war die Milch alle. Warum? Weil die Leute als ob es einen Krieg gibt Wochenanfang die Milchprodukte aufgekauft haben. Die Milch war alle und ich habe auch vergessen mir zu merken um wieviel teurer sie denn nun geworden ist, womöglich hätte sich gelohnt von der Aufrüstunsgwelle ergreifen zu lassen. Na, nun ist es zu spät.
Macht nichts, ich konnte so immerhin diesen Automat erblicken. Ich wundere mich auch immer noch. Nur die Erklärung, dass sie beharrlich darauf warten, dass er nach Jahren endlich leer wird und sie nichts verkommen lassen wollen, würde mein Entsetzen solchen Schwachsinn aufrecht zu erhalten etwas dämpfen. Mir schwant aber es ist anders.

Mittwoch, Juli 25, 2007

Gesucht

Ich bin es leid dauernd vom Pferd zu steigen und niedere Tätigkeiten auszuführen, die mir mein Freizeitspaß erschweren.
Darum suche jemand der folgendes tut:

-den Absperrstrick am Weg vorm Hafihof aus und einhängen
-Reitplatzschranke auf und zusperren, je einmal beim Betreten und Verlassen
-Slalomhütchen hinstellt
-Trabstangen ordentlich hinlegt und bei verrutschen während dem Training das immer neu
tut
-Sprünge aufbaut, beim reißen wieder hinstellt und am Ende wegräumt
-Pferdeäpfel die manchmal anfallen wegschaufelt
-falls ich mich überschätze ein Arzt anruft (bisher ist das erst einmal passiert, also nicht das
überschätzen- das andere)

eine Person die dabei freundlich lächelt wär sehr angenehm- die Aufgaben sind endlich und ergebnisorientiert und natürlich ist eine Augenweide während man arbeitet mich im Sattel zu sehn

ich danke für die Aufmerksamkeit

Dienstag, Juli 24, 2007

Und das auf´m Dorf!

Nach einem beschaulichen Grillabend Rückkehr nach Hause, vor zwei Tagen.
Schräg gegenüber die Polizei und einiges Gewusel. Was mag da nur passiert sein?
Rätselhaft. Ein Auto vor der Haustür, nicht den Leuten im Haus gehörend, das wurde durchsucht. Irgendwann war die Polizei weg und die Abendstille bot wieder ein Bild von Friedlichkeit.
Wie sollte es auch anders sein, die Montagszeitung brachte Licht ins Dunkel.
51-jähriger bedroht Geburtstagsgäste mit Maschinengewehrimitat und droht sich selber mit Pistole zu erschießen so in etwa stands in der Schlagzeile
Die ehemals Geliebte, zum Ehemann zurück gekehrt nach längerer Beziehung und nun Geburtstag feiernd hatte zum Totalausfall geführt.
Nun kennt man den Mann auch noch und irgendwie weiß man vor Schreck gar nicht was man denken soll.

Montag, Juli 23, 2007

Aufschrei

diese Seite treibt mich in den Wahnsinn...warum ist das Titelbild sooo riiiiesig, und vor allem wie bekomme ich es kleiner?

Samstag, Juli 21, 2007

"Ein Herz ist ein Schloss, aber ein Schloss öffnet man auch mit einem nachgemachten Schlüssel." - Jiddisches Sprichwort

"Tränen können abgetupft werden, doch niemals das Herz."- Magarete von Valois

Was Schönes

Zum Hören

Ville Vallo/ Natalia Avelon: Summerwine
Juli: Zerrissen
Wir sind Helden:
Die Zeit heilt alle Wunder
Keimzeit: Kling Klang
Robbie Williams/ Nicole
Kidman: Something Stupid


Zum Schmecken

Zucchini!!! Jetzt frisch und direkt aus dem Garten
gegrillt
oder
gefüllt mit Hackfleisch aus der Röhre
oder
auf Nudeln als Zucchini-Bolognese
oder
als Auflauf mit Tomate und Feta/Mozarella
oder
aus der Pfanne/Wok mit Reis und Tomate

oder oder oder

..lecker

oder flüssig...


Pfirsich-Aprikose-Apfelnektar- ein Gedicht


letzte Nacht wurde es vernichtet, das einzige mitgebrachte Tetrapack aus Kroatien- bisher gehütet, aber es gibt Momente da muss ich mir was gönnen

Zum Fühlen

barfuss gehen

zum Gucken


kleine Bachläufe, Seen und Wasserfälle
wenn das Licht durch Baumwipfel auf den Weg
scheint, gleißend in gebündelten Strahlen und man dann den Staub tanzen sehen kann
Sonnenuntergänge-
der Nachbar hat sein Haus nur irgendwie genau an
den Untergangspunkt
gestellt


Montag, Juli 16, 2007

Freibad

ein Gespräch welches mit beliebigere Person statt finden kann und es auch regelmäßig tut.

"Was machst du bei der Hitze?"
Ich: Baden gehn leichtes Erstaunen des Gegenüber
"Und wo?"
Ich: In Lengefeld
"In Lengefeld? Kann man da baden?"
Ich: Ja, im Freibad
"Lengefeld hat ein Freibad?" Erstaunen vermehrt sich
Ich: Ja
"Wusst ich ja gar nicht" ungläubiger Blick

Lengefeld hat ein Schwimmbad, eins mit Schwimmbecken in Standardgröße, 50m lang, Schwimmer und Nichtschwimmerbereich getrennt. Dazu ein Kinderbecken recht beachtlicher Größe, zwei Jahre lang mit Ice-Age-Bild auf dem Grund, dieses Jahr lugt Spongebob ausm Wasser.
Ein Beachvolleyballfeld, rege genutzt, Basketballfeld sowie die Möglichkeit Wiesenschach und Tischtennis zu spielen ergänzen das Ganze. Ein Kiosk verkauft Eis und Wiener Würstel und allerlei anderen Firlefanz.
Betrieben wird der Spaß durch ein e.V. aus recht jungen Mitmenschen. Der Schwimmmeister ging mal mit mir in die Klasse. Anonymität ist nicht gegeben, Städter würden sagen Dorfschwimmbad und jeder geht hin.

Einzugsfeier

Am Wochenende hat meine erste Bowle ihren Praxistest überstanden- ich liebe Bowle übrigens, gefolgt von Roséwein. Das Schwedenfeuer war nach Attacke eines anwesenden Kindes nicht mehr zum Brennen zu bewegen. Sohnemann hat es geschafft nachdem er fast bis zum Schluss selber nicht tot zu kriegen war, uns nach vielleicht 3 Stunden Schlaf 6.00 Uhr putzmunter aus den Betten zu reißen.
Die ruhige Lage, die Aussicht, der Sonnenuntergang auf der Terassenseite und das Grillenzirpen löste mitunter Urlaubsgefühle aus, ein Teil des Freundeskreis hat es mittlerweile nach Dresden verschlagen und da fallen solche Dinge wohl auf. Der vor 4 Wochen gesäte Rasen, mittlerweile verdient das Grün sogar den Name Rasen, hat alles schadlos überstanden. Der ortsansäßige Fleischer, mit schwankender Qualität, hat vorzügliche Steaks zu bieten gehabt- ich esse sowas nicht, aber die Allgemeinheit.

Donnerstag, Juli 12, 2007

Ein Abschied



Vor neun Jahren sagte ich zu meiner zwei Jahre jüngeren Schwester:
"Wenn du gegen ihn stimmst dann sei ganz still."
Das Pony stand zum Verkauf und war auf Probezeit bei uns und meine Eltern scheuten den erhöhten Arbeitsaufwand den ein dritter wiehernder Vierbeiner einbrächte.
Meine Schwester schwieg und Harras blieb.


Beide Ponies sind alt und meine Haflingerstute dämpfig (vergleichbar Menschenasthma). Harras oder Malwin, war nun die Frage. 27jähriges kaum noch nutzbares Pony oder 3jährigen Hafi. Ich hasse KostenNutzenrechnungen. Ein Platz bei Bekannten hat sich ergeben da dort das Beistellpony starb. Trotzdem ist es komisch, jetzt wo er weg ist. Kein Platz zuwenig Geld, Malwin behalten, Entscheidung getroffen. Letzte Fotos geknipst und verladen, heute.

Istrien- Historisches, Künstlerisches, Kulinarisches sowie Sonne und Meer satt


„Die liebe Sonne lacht dich aus!“ (Sohnemann)







Seit Sonntag Nachmittag hat mich Deutschland wieder, braun gebrannt von Kopf bis Fuss- teilweise schmerzhaft rot, das blond noch eine Nuance heller, nicht wirklich erholt aber an Eindrücken reicher. In Rekordzeit von 10 Stunden, einschließlich ca. 1h Pause, wurden die 1000km zurück gelegt. Stau oder Unfälle konzentrierte sich stets auf die Gegenspur, mein Mitleid mit ihnen. Das Glück ist mit den Dummen mögen böse Zungen behaupten.
Inzwischen ist der Hausrat aus dem Auto entfernt und der Wäscheberg abgeschmolzen, der Alltag hat mich wieder.
Die zweite Urlaubshälfte erfreute ein fiebriger Sohnemann und strapazierte die Nerven, nachts mehr noch als am Tage. Eine zerstörte Nachttischlampe, Frau Tochter hat ihr Stehvermögen an derselbigen ausprobiert, sorgte für mehr trouble als nötig mit der Vermieterin.
Die Sonne sticht vom strahlend blauen Himmel herab und läßt das Meer glitzern, übrigens sauberes, klares und angenehm temperiertes Wasser. Durch viele Buchten meist ruhig oder in leichten Wellen, tobt es mal mit schäumenden Wellen so erscheint es am nächsten Tag um so klarer.
Mediterranes Flair bei rotbrauner, toniger Erde, keine grünen Rasenflächen, dafür Carports mit sich rankenden Kiwipflanzen oder Weinreben als Dach dienend. Feigen und Olivenbäume, Palmen und blühende Oleander, Steilküste oder traumhafte weiße Kiesstrände, manchmal angelegte Badeplateaus und allgegenwärtig das laute Zirpen der für deutsche Verhältnisse überdimensionalen Grillen, je heißer desto lauter. Ein freundliches „Bueno Sierra“ von jungen südländischen Burschen, welche an den Eingängen gemütlicher Restaurants um die Gäste werben oder ein fast schon gellendes „Gelati“ von mit Eiskugeln jonglierenden Albanern und Italienern. Das ist Istrien.
Grässliche Steine, die ungeschützen Füssen im Meer zusetzen und unverhofft flache Stellen mit fiesen Steinen, will sagen Felsbrocken buckligen Auswuchses die Kniee blutig schlagen, auch das ist Istrien. Hocherotische, durchsichtige Kunststoffbadelatschen mindern das eine Übel, für das andere gibt’s keine Lösung, außer Augen auf oder Neoprenanzug- aber wer begibt sich schon mit letzterem an einen Badestrand.


Porec











Bereits zum dritten Male wurde Porec unser Urlaubsziel, begründet darin, dass das Meer vor der Nase liegt, sich italienische Eisverkäufer, Cafés und kleine Restaurants mit verschiedensten Gaumenfreuden an der kilometerlangen Strandpromenade aneinanderreihen und der wirklich sehenswerten Altstadt. Am Hafen legen verschiedenste Kutter und kleinere Schiffe zu Rundfahrten ab. So kann man sich Drehorten von Winnetous Schatz im Silbersee und der sehenswerten Stadt Rovinij zu Meer nähern, bekommt für wenig Geld einen Tagesausflug mit atemberaubendem Panorama entlang der Küste inklusive Fischessen, Landausflug und Badestop geboten.







Groznjan







Abgelegen vom Massentourismus, kann man faszinierende Dinge entdecken, so auch 30km nordöstlich von Porec.
Etwa 300 m über NN liegt ein mittelalterliches Städtchen, man möge sein Unterboden nicht allzu lieb haben, wenn man sich von der Haupstraße weg die ca 4,5km die kurvige, steinige Straße hinauf begibt. Die Familienkarre ist durch nichts mehr zu entstellen, sie musste da rauf, weil ich es so wollte. Ein Kroate hat ein Tag später mangels umsichtiger Fahrweise einen Seitenspiegel massakriert, der Kombi war also doch noch mehr entstellbar.
Das wirklich idyllische Örtchen war nach dem zweiten Weltkrieg dem Verfall Preis gegeben. Verschiedene Künstler erwarben die Häuser für einen Apfel und ein Ei um sie retten. Heute leben ca 185 Einwohner im Ort, der Großteil Künstler. Die Gemeinde Groznjan umfasst etwa 700 Menschen, mehr als die Hälfte sind Italiener, ein Viertel Kroaten, zehn Prozent Slowenen.
Die engen Gassen und liebevoll instand gehaltenen Häuser verzaubern und mehr als 20 Ateliers laden zum Staunen und Kaufen ein. Teilweise kann man den Schaffenden bei der Arbeit zusehen. Wäre ich reich besäße ich jetzt eine wirklich schöne Wanduhr aus Ton, handgefertigt sowie Blumen“töpfe“ zusammengefügt aus lauter kleinen Steinbruchstücken und ein Ölbild. Ich bin aber nicht reich, deshalb begnüge ich mich mit einer Kette.
Ist man zur rechten Zeit dort kann man an Workshops teilnehmen und Konzerten erlesener Art in der hiesigen Kirche lauschen.
Zwei Konobas, ich nehme an zu übersetzen mit „Taverne“, laden in der Ortsmitte zu kulinarischen Genüssen ein. Hausgemachte Nudeln u.a. mit kroatischen Trüffeln als Beilage, munden auf etwas erhöht liegender alter Terasse. Mit etwas Glück wird das Essen von Violinen und Klavierklängen untermalt, Musik und das Üben selbiger ist in den Gassen präsent und durch offene Fensterläden gut hörbar. Die Aussicht von der Anhöhe nebst künstlerischen Ergüssen in den Ateliers und Galerien lohnen die Tour ins istrische Hinterland anzutreten.


Rabac- oder auch die "Perle der Kvarner Bucht"


Üppige mediterrane Vegetation, weiße Kiesstrände und kristallklares Wasser mit Sand unter den Füßen nach wenigen Schwimmzügen, die Häuser dicht an dicht an den steil zum Meer abfallenden Hang geschmiegt- das ist Rabac an der Ostseite Istriens. Inzwischen leider sehr beliebt, vor Jahren noch ein Geheimtipp. 73 km einmal quer über die Insel von Porec aus, eine Fahrt die sich durchaus gelohnt hat, nicht nur das Ziel, auch der Weg.


Brionische Inseln: Veli Brijuni- Titos Residenz








links: der 1700 Jahre alte Ölbaum

rechts: Küste/Strand von Veli Brijuni, zu Sehen auch die Reste der Römersiedlung


Nahe Pula, früher Militärhafenstadt, heute noch mit Werft und mit 3000 Jahren ältesten Stadt an der Ostadria, am Südzipfel der Halbinsel Istrien, befindet sich das Brijuni Archipel, bestehend aus mehreren Inseln.
Veli Brijuni, mit 5,5 km² die Größte, haben wir besucht. Mit dem Schiff setzten wir 9.00 ab Fazana, einem kleinen Fischerdorf nahe Pula, über, 3km trennt Veli Brijuni vom Festland.
1894 erwarb ein Österreicher die Inseln. Robert Koch befreite die Inseln von der Malaria und kurz danach wurde das damals die Inseln überziehende Sumpfgebiet trocken gelegt. Irgendwie geriet das Archipel in Staatsbesitz und wurde nach dem zweiten Weltkrieg Sperrgebiet und beliebtester Aufenthaltsort Titos. 1984 wurden die Inseln zum Nationalpark erklärt und der Öffentlichkeit zugänglich.
Josip Broz, Deckname „Tito“ hat als Partisanenanführer Geschichte geschrieben, als einziger sozialistischer Szaat hat sich Jugoslawien selbst befreit im zweiten Weltkrieg und damit ohne Besatzungsmacht einen blockfreien sozialistischen Staat gegründet. Tito wurde Regierungschef und blieb es bis zu seinem Tode. Trotz diktatorischer Methoden und Sozialismus wandte er sich gegen Stalin, warb für die Blockfreiheit und suchte Gleichgewicht zwischen Ost und West. Die Betriebe in seinem Land genossen wesentlich mehr Freiheiten, es herrschte Reisefreiheit usw...Die Meinungen über ihn sind ambivalent, die einen mögen in ihm einen Diktator sehen die anderen einen Befreier.
Titos Begräbnis 1980 als er im Alter von 88 starb war ein Ereignis das sondersgleichen sucht.
4 Könige, 31 Staatspräsidenten, 22 Premiers und 47 Außenminister, dazu Prominente wie Indira Ghandi, Margaret Thatcher, Willi Brandt und zahllose mehr erschienen. Die Führer von Ost und West, und nahezu allen Ländern dazwischen, hatten sich in Jugoslawien versammelt, um Tito die letzte Ehre zu erweisen
Auf Veli Brijuni angekommen ging es zuerst mit einer Inselbahn etwa eine Stunde zur Rundfahrt quer über die Insel. Ein einem kleinen Safaripark, in dem u.a. zwei Elefanten leben welche Tito von Indira Ghandi geschenkt bekam, waren Zebras und anderes Getier zu sehen. Tito liebte Tiere und bekam sehr oft als Staatsgeschenk verschiedenste Exoten. Ein Teil lebend der andere ausgestopft. Die Sammlung ausgestopfter Tiere umfasst etwa 200 Exemplare und konnte im Anschluss an die Inselrundfahrt besichtigt werden. Außerdem gab das Museum wirklich interessante Einblicke in Titos Leben und damit die Geschichte Kroatiens und die der Inseln. Eine Ausstellung mit Dokumenten, Notizen und Fotos über und von dem Österreicher waren ebenfalls recht sehenswert. Brijuni hatte sehr zeitig Elektrizität und Wasserleitungen, dank seinem wohl recht wohlhabendem Besitzer. Überhaupt wirkt das was man über die Inseln zu Sehen und Lesen bekam außergewöhnlich und streckenweise elitär. Heute noch ist der Bereich um die weiße Villa, Titos Wohnhau, gesperrt und Residenzgebiet vor dem kroatische Soldaten Wache stehen.
Wer teilhaben möchte an der in meinen Augen außergewöhnlichen Insel, kann dort Urlaub machen, muss dazu allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.
Überreste römischer Siedlungen der ersten Jahrhunderte, ein 1700 Jahre alter Olivenbaum, Pinienalleen und eine römische Kirche der ersten Jahrhunderte mit Fresken und fast 2000 Jahre altem Mosaikboden rundeten die Besichtigungstour ab. 4 Stunden waren nicht viel Zeit so dass der Blick für Kakteen, Yuccapalmen und uralte Weinamphoren fast verstellt wurde.
Immerhin weiß ich jetzt, dass 10 Kilo Oliven für ein Liter Olivenöl nötig sind. Selbst der uralte Baum der Insel bringt noch 5 Liter jährlich zustande. Die Mittouristen wurden von unserem Kinderchaos unterhalten und meine Nerven haben das Ganze irgendwie überlebt und es sind faszinierende Kleinigkeiten von der Inseltour haften geblieben. Mit größeren Kindern oder ganz ohne lohnt es sicher die größere Exkursion zu wählen um ein Picknick und die Möglichkeit zum Baden auf der Insel wahr zu nehmen. Ich erwähnte zwar schon sauberes und kristallklares Wasser, Brijuni übertrifft es aber tatsächlich noch ein Stück.





Einziges Beweisfoto, dass wir tatsächlich zu viert verreist waren


















Gefüllte Pleskavica
(ähnelt Hackbouletten- ich fands nur sehr viel schmackhafter)
Hier sei noch angemerkt, dass es in Istrien nicht nur Eis, Pizza und Wiener Schnitzel gibt, man kann hausgemachte Nudeln mit Trüffeln ebenso genießen wie Cevapcici. Pljeskavica lautet mein diesjähriger Favorit des Urlaubs. Hackfleisch gefüllt mit Käse (zB Schafskäse), gebraten zu einer Art falchem Fladen.
Die knusprig gebratenen Pljeskavica werden mit einem Berg gehackter Zwiebeln gereicht und schmecken (meines Erachtens nach) im Fladenbrot- perfekterweise selber gebackenes und rund wie die Pljeskavica- am Besten.
In Porec genoß ich dazu Rotwein, aus der Produktion ortsansässiger Winzer. Lecker wars, wirklich lecker.
Die Untiefe des Internets weist einige Rezepte auf, so auch Hinweise wie man derartiges nachbasteln kann.

Photos und Text hüpfen immer wieder wild durcheinander, weitere Bändigungsversuche werden abgelehnt.

Sonntag, Juli 08, 2007

Wenn Sohnemanns Fieber bekämpft, mein Schlafdefizit- wurzelnd im Vorgenannten- ausgeglichen, der Sonnenbrand verschwunden und meine beginnende Dehydrierung, Schuld an Kopfweh und schmerzenden rissigen Lippen, behoben- werde ich hoffentlich mit positiven Emotionen zu berichten wissen.

Samstag, Juni 30, 2007

Selbst Rosen haben Dornen.

Urlaub

Gepackt sind die aufblasbaren Schwimmtiere, das Sonnenöl, Kugelschreiber zum Kartenschreiben und die Wechselschlüpfer- fehlend: eine Zeckenzange.
Ab morgen dann vorübergehend wohnhaft an der Laguna Materada in Porec- Spadici.

so siehts da aus

Da stehts ja, Erholung, Kultur und Historisches, was will man mehr. Ich werde zu berichten wissen.

Freitag, Juni 29, 2007

Chamäleons


Dank eines Besuchs in Dresden ist mein rudimentäres Wissen über Chamäleons etwas erweitert worden. Sie sind gar nicht eklig, nur das was sie essen..ich sage nur Heimchen.
Sohnemann fand die zwei Chamäleonbabys auch faszinierend, hatte nur arge Schwierigkeiten sie zu sehen sobald jene ihren Standort änderten.
Diese Zungen! Fast so lang wie das Tier selber. Dazu die Augen, dass die nicht irgendwann abfallen wenn sie um 360 Grad gedreht werden. Wirklich aufschlussreich und putzig.
Töchterlein fand Erde lecker und hat nachdem die Blumentöpfe nicht mehr spannend genug waren beherzt ins Chamäleonzuhause gegriffen. Der wenige Stunden zuvor nass gereinigte Teppichboden sah nun dementsprechend aus. Das Brüderchen ereilte dann noch die glorreiche Idee einen neuen Volleyball durch die Bescherung zu sielen. Passend dazu meine Kuchenkrümel, der Kuchen war übrigens lecker. Mein Dank gilt den starken Nerven unseres Gastgebers. Immerhin weiß er Dank uns nun, dass in seinem Hinterhof nicht nur eine Rutsche sondern auch zwei Wipptiere installiert sind und dass Brombeeren dort wachsen. Wäre ich allein gewesen, heimlich gerutscht wär ich.

Reiseapotheke


Mit stark ambivalenten Gefühlen packe ich die Koffer. Kroatien ist fraglos schön.


-Paracetamol 125, Fieberzäpfchen
-dasselbe nochmal, in der 250er Ausführung
-Berlosin, Schmerztabletten
-Kohletabletten
-Loperamid, ergänzt wenn die Kohle nicht mehr nützt
-Eucabalbalsam
-Olynth Nasenspray
-Heftpflaster

-Fieberthermomether

irgendwie kommt mir das soviel vor und als ob trotzdem was
fehlt

Donnerstag, Juni 28, 2007

Malwin

Zweimal im Monat etwa gehe ich mit meiner 11jährigen Schwester auf den Reitplatz, so auch heute abend. Das Überbleibsel harten Ehrgeizes in Dressur und Springen perfekt zu sein. Mein Talent im Alter meiner Schwester war vielversprechend.


Als 8-jähriges Mädchen las ich das erste Mal die Wendy.
Ein Nachbarsmädchen, 5 Jahre älter, nahm mich fast zeitgleich mehrfach mit in den Haflingerhof.
Haflinger sind fuchsfarbene Kleinpferde mit heller Mähne, die Blonden aus Südtirol eben. Ihr Stockmaß, d.h. die Höhe gemessen am Widerrist- der Stelle wo der Rücken aufhört und der Hals beginnt- bewegt sich um 1,40-1,48m. Sie sind damit vom Maß her Ponies, ich bestehe allerdings auf den Begriff Kleinpferd. Per Definition ist ein Pferd ein Pferd bei 1,48m.
Jedenfalls nahm das Unheil seinen Lauf als das Angebot des Nachbarsmädchens kam sie bei ihren Pferdebesuchen im Reitstall zu begleiten.
Kurz darauf saß ich nämlich selber regelmäßig im Sattel und erwarb somit mein liebstes und bis heute gepflegtes Hobby. "Es dreht sich nicht alles nur um Pferde" war ein beliebter Satz meiner Mutter. Worte aus dem Munde eines Menschen der nicht den Kitzel kennt, wenn man mit einem Großpferd durch einen Parcours mit Hindernissen jagt.
Mit 14 hatte ich es geschafft, ich bekam meinen eigenen Haflinger. Mit 19 dann erfüllte ich mir einen Traum. Der Weg zum eigenen Fohlen war geebnet, wir hatten kein Platz, aber im Herbst würde es ja eh verkauft werden. So sagte ich mir. Besser, so redete ich es meinem Umfeld ein damit keine Zweifel daran aufkommen, dass der "Plan Fohlen" ein guter ist. Mein Denken war darauf ausgerichtet dieses Fohlen zu behalten, groß zu ziehen, aufwachsen zu sehen und eines Tages selber einzureiten. Ein weiterer Traum, ein Pferd selber einreiten, nach den eigenen Wünschen formen- ein unsichtbares Band schaffen welches kein anderer mehr zu diesem Tier herstellen kann. Das Wissen, die größte Chance zu haben nahezu grenzenloses Vertrauen eines Pferdes zu erlangen indem man es von klein auf kennt und nur dann genau zu wissen was dem Tier je wiederfahren ist, beflügelte mich. Ich ritt meine Stute nach den Vorlesungen und am Wochenende zum 12 km entfernten Hengst, mitunter hin und zurück. Es wollte nicht sogleich gelingen also hoffte und bangte ich 3 Rosseperioden lang und ritt immer neu von dem Wunsch nach dem Fohlen beseelt. Vor meinem geistigen Auge sah ich es bereits auf der Wiese stehn. Einmal, es war bereits abends und ich sah mit Schrecken, dass die Stude wieder rosst und somit nicht tragend ist, musste unser alter Escort den geschwind organisierten Hänger ächzend über die Berge zerren. Im Rauensteiner Tunnel dachte ich der Hänger reisst uns zur Flöha zurück.
11 Monate später, im Mai 2004, war es soweit. Malwin wurde geboren. Ich selber war hochschwanger, was mich nicht davon abhielt mehrere nächtelang nachts nach der Stute zu sehen. Schlussendlich hat sie den kleinen Hengst leider unbeobachtet zur Welt gebracht.
Der Sommer verging und die Zeit des Abschieds sollte unweigerlich kommen, es gab kein Abschied. Er blieb Hengst und blieb bei mir. Als Jährling wurde er leider zum Wallach degradiert, länger war es für mich nicht tragbar ihn als Hengst laufen zu lassen, griff er doch in seinem Übermut auch mich an. Ehe aus Spiel Ernst und stetes Gerangel um die Rangordnung entsteht, musste ich leider den Schritt gehen. Hengstaufzucht ist etwas für andere, vor allem jene mit Spielgefährten auf der Weide für den Halbstarken zum Hörner abstoßen.Viel Geld floss die letzten drei Winter in Pensionsgebühr, ich hatte keinen Platz für ihn. Im Sommer stand er dann mit seiner Mutter auf der Weide und entwickelte sich zu einem wunderschönen Haflinger.
Ich kann stolz sagen, ich habe schon neidvolle Blicke für seine regelmäßige, kräftige Fuchsfarbe, die helle dichte Mähne und seine geschwungenen, kräftigen Bewegungen geerntet. Verkauf- indiskutabel. Vor wenigen Wochen, im April, hat er mich zum ersten Mal getragen. Herzflattern pur. Drei Jahre Geduld und Spannung haben sich gelohnt, er ist gehorsam und lernt schnell. Der erste Galopp im Gelände war wie nochmal das erste Mal galoppieren, so lang herbei gesehnt und die Erwartungen wurden übertroffen. Wenn sein Fell golden in der Sonne glänzt und er federnd über die Koppel trabt, kann ich mich kaum satt sehen. Der Laie mag nur ein Pferd sehn, ich seh ein lebendig gewordenen Traum. Aus dem schlaksigen, disharmonisch gebautem Halbjährigen auf dem Foto(die 98 in der Ecke steht immer da, das Datum wurde nie eingestellt) ist ein kompakter, durch Kraft, Harmonie und Schönheit bestechender Haflinger geworden.

Dienstag, Juni 26, 2007

Sprüche

Ein schlechter Tag und doch steht die Uhr nicht still und die Welt dreht sich weiter und weiter. Rastloses Umhersuchen nach irgendwas. Sprüche lesen mit fraglichem Erkenntnisgewinn. Und die Hoffnung stirbt zuletzt.

„Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide.“
Goethe, Mignons Lied


"Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten."

"Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer."
Konfuzius, chinesischer Philosoph

Sonntag, Juni 24, 2007

Taizé


Donnerstag bis heute war es mir zum zweiten Male in meinem bisherigen Dasein vergönnt Taizé zu erleben. Gelassenheit und Ruhe habe ich gefunden.
Bereits auf der Fahrt fiel einiges von mir ab, verlassen das spießige Christendasein aus erzgebirgischen Gefilden. Allein schon beim Anblick der fast schon südländisch anmutenden Häuser im französichen Burgund, Taizé liegt ca 45 Autominuten südlich von Chalon sur Saone auf einem Hügel umgeben von wunderschöner Landschaft, wird mir warm ums Herz. Relativ flache Bauten, ungeputzte helle Steine, keine Keller, hübsche Fensterläden, oftmals große Pflanzen im Innenhof oder vor dem Haus. Balkon oder Terasse, zumindest eine Sitzecke vorhanden. Am Wegrand verschiedenfarbige Malven. Das Korn war teilweise schon abgerntet, Mohnblumen zauberhaft am Feldrand anzusehen. Und immer wieder diese schlichten, aber mein Herz anrührenden Häuser.
In Taizé selber waren die Tage nur 500 statt damals der 5000 Gäste, sehr angenehm. Man konnte so saubere Toilettenanlagen, einen halbwegs ruhigen Zeltplatz, kurze Warteschlangen beim Essen und unkompliziert Gesprächsmöglichkeiten mit einer der Schwestern oder einem der Brüder ergattern. In der Kirche war stets "Silence" und erschien mir letztes mal jedes der dreimal täglich stattfindenen Gebete noch endlos, so bin ich diesmal teilweise noch länger geblieben. Die schlichten, eingängigen Gesänge haben mir gut getan, wie erhofft. "Je me rapelle dans la nuit ton nom!"
In Taizé ankommen war wie heim kommen, ich habe mich sofort wieder wohl gefühlt. Das Gebiet um "Source St. Etienne" konnte ich ausgiebig genießen, soviel mit mir alleine war ich ewig nicht, wenn nicht gar noch nie. Wasserfälle und Seen sind sowieso Orte an denen sich meine Seele entspannt, in Taizé offenbar gleich recht.
Viele Schweden teilten mit uns die Zeit, einen bemerkenswerten Finne habe ich kennen gelernt. Mein Englisch schreit zum Himmel, verstehen kann ich vieles, selber sprechen fiel schwer, besserte sich aber von Stunde zu Stunde.
Die Landessprache gesprochen und gesungen hat mich erneut in ihren Bann gezogen. Bereits auf der Hinfahrt, kaum die Grenze passiert, französische Radiomusik, umgedreht hört man ja nicht unbedingt anhand der Radiomusik wann man Deutschland erreicht.





Bild oben: entstanden im Nachbarort Cormatin
Bild links: Quelle St. Etienne

Dienstag, Juni 19, 2007

Kindergeburtstag und Echtzeit

Ich habe schon seit ich erstmals so ein Dings sah damit geliebäugelt.
Natürlich tut es auch ein Stuhl. Aber irgendwie ist das schon auch langweilig und jeder hat ein Stuhl und egal wo man hinkommt, kann man auf Stühlen sitzen.
Eine zeit lang saß ich zur Erledigung von Pflichten, ich denke da an endloses Rechnen, ein Dank an dieser Stelle an meinen Lehrer des Matheleistungskurs, auf einem Ball.
Eine Gewichtsbegrenzung von 150 kg stand drauf, ich hätte da also dreimal draufgepasst, formschön und in modischem Schwarz stand er vor meinem Schreibtisch. Ja er stand, ich hatte keine Kapazität bei meinen denkerischen Hochleistungen mich noch darauf zu konzentrieren, dass der Ball nicht wegflutscht wenn ich nicht still sitzen kann, denn das kann ich normalerweise keinesfalls 1 oder 2, nicht selten 3 Stunden wie es mir, erneuter Dank an den Matheguru, damals abgenötigt wurde. Er stand also, weil er im unteren Kugeldrittel von einem Gestell umfangen war. Das war auch gut so, wer will schon wegrutschen oder nachts im Dunkel beim Weg zum Klo über ein vors Bett gerolltes Dings fallen.
Das war der Sitzball, schön wars, aber es hat keine Zukunft, zur Schwangeren und Rückbildungsgymnastik lebte die Ballzeit nochmals auf, aber als Sitzgelegenheit wurde er aus meinem Leben verbannt. Vorerst, denn eine gewisse Zuneigung kann ich nicht abstreiten.
Und nun Sohnemanns dritter Geburtstag, ist also nun ein richtiger Junge und kein Kleinkind mehr, und was bekommt der Knirps geschenkt? Einen riesigen, fetten Plüschesel, auf den ersten Blick zumindest. Beim zweiten Blick guckt einen das freundliche Gesicht des Plüschteils noch genau so an, aber man stellt fest, es hat keine Beine sondern ist nur Körper mit nahtlosem Übergang zum Kopf mit großen Schlappohren. Richtig! Ein Sitzsack! Sohn weiß den Eselsack nicht zu schätzen, ich dafür um so mehr.
Eigentlich wollte ich mich noch in Ausführungen zum dritten Gebärtag des Sohnemanns ergehen, es ist aber spät und damit sei nur gesagt: Nusskuchen noch am Backabend, korrekt erzählt war es bereits Mitternacht, zu kosten ist nicht sehr sinnvoll. Er muss ziehen und dann ist er richtig lecker!
Die gefräßige Verwandschaft hat jedenfalls einen äußerst schmackhaften Nusskuchen kredenzt, sie ließ sich auch nicht von der erschreckenden Zutatenliste beirren. Fast fünf Tafeln Schokolade und 8(!) ,in Worten acht, Eier sind noch nicht alles, der Rest steht in einem tollen Rezept in einem noch viel tolleren Buch.
"Echtzeit" war mein selbstgewählter Bildungsauftrag für heute. Es ist etwas verwirrend. Zusammenfassend kann ich sagen, es gibt Prozesse, wohl vorrangig relevant in der Informatik, die in realer Zeit, davon ist das Wort nämlich abgeleitet ablaufen, sie sind vorraussehbar wie lang sie dauern und verzögerungsfrei. Im Englischen wird das auch mit „real time“ beschrieben. Mein Vater würde jetzt eine Abhandlung über Zusammenhänge von Sprachfamilien und Ursprüngen liefern können. Mir liegt sowas nicht, ich bin erfreut über die Ähnlichkeit und gehe in mein Bett anstatt über gemeinsame sprachliche Wurzeln mit den Engländern noch auszuufern.

Eine Postkarte



"Es ist der Widerstand, an dem wir uns bilden."

Stand auf der Bildseite der Postkarte, die ich eben aus dem Briefkasten gezogen habe. Zugeschickt mit wenigen, dafür aber lieben, Zeilen einer Freundin.
Die Fotografie dazu zeigt 4 Bäume, ziemlich verkrüppelt. Die Rückseite verrät, es sind Baumskelette aus British Columbias Norden. Fotografiert hat sie ein Deutscher, der irgendwann ausgewandert ist. So verrieten ein paar schnelle Klicks im Internet. Offenbar bei Einbruch der Nacht abgelichtet, zumindest eine recht düstere Abbildung mit nur wenig Restlicht, das anmutet als ob es in den wenigen Wolken am Horizont noch kurz festhängt.
Apropos Fotografie. Mein Fotoapparat ist immer noch kaputt und Vodafone hat sich immer noch nicht bequemt mir so ein Glanzfaltpapier mit bunten Handybildern zu schicken. Wie soll ich mich denn so mental auf meine zukünftige Ersatzuhr vorbereiten.
Was mir dabei noch einfällt, was genau ist Echtzeit. Ich habe eine vage Vorstellung, aber greifbar ist anders. Vielleicht bilde ich mich dazu, noch heute.

Sonntag, Juni 17, 2007

Ich dachte ich bin ganz unten, ich habe mich geirrt, es geht immer noch ein Stück weiter.

Früher hatte ich einen Spruch im Zimmer hängen:
"Man kann nicht tiefer fallen als Gottes haltende Hände"
Außerdem hatte ich mit Glasmalerei ein Bild gestaltet, aus Glas wie der Name verrät, mit einem großen Fragezeichen. Das hing dann auch da, zur gleichen Zeit.

Donnerstag, Juni 14, 2007

"Wo viel Leidenschaft ist, ist auch viel Leid."
sagte man mir jüngst
Das war Anlass für mich wieder einmal über die komische Kreatur Mensch, insbesondere mich nachzudenken.
Bei meinem Gedankenspaziergang sind mir keine bahnbrechenden Erkenntnisse in die Quere gekommen, etwas interessantes ist mir dann bei einem klick hier und da begegnet:










Element
Gewicht in %
Masse


Sauerstoff (O)
63
44 kg

Kohlenstoff (C)
20
14 kg

Wasserstoff (H)
10
7 kg

Stickstoff (N)
3
2,1 kg

Calcium (Ca)
1,5
1 kg

Phosphor (P)
1
0,7 kg

Kalium (K)
0,25
170 g
Schwefel (S)
0,2
140 g

Chlor (CI)
0,1
70 g

Natrium (Na)
0,1
70 g

Magnesium (Mg)
0,04
30 g

Eisen (Fe)
0,004
3 g

Kupfer (Cu)
0,0005
300 mg

Mangan (Mn)
0,0002
100 mg

Iod (I)
0,00004
30 mg


das ist der Mensch... Weiterhin hat mich erschreckt zu lesen, dass unsere Haut 8kg wiegt und den männlichen Mitmenschen 3 Hautschichten mehr vergönnt sind. Warum...das gilt es für mich zu ergründen.

Kleinod


Bereits im Oktober 06 wurden diese Zeilen geschrieben, an anderer Stelle abgelegt und nun aber nicht erreichbar, zumindest für mich nicht. Damit dieses Kleinod nicht verloren geht- Kleinod ist übrigens das bedrohteste Worte der deutschen Sprache- hier nun erneut verewigt.



Regenwetter

Ein Regencape mit Winnie Pooh bejubeln.

Mit Gummistiefeln, die Hosen nicht hinein gesteckt, in eine Pfütze springen.

"Nass!" in den Himmel rufen und dabei lachend stehen bleiben.

Luftballons aufblasen, damit der Nachmittag nicht endlos wird, dafür aber bunt.

Auf dem Pullertopf Kekse essen und krümmeln.

Gummibärchen auf dem Tisch aufreihen.

Kind sein.