


6.30 aufstehn am Sonntag- was man nicht alles tut
Bei Minus 1 Grad haben wir die Hafis auf Hochglanz poliert, die Schweife gewaschen und 8.30 Uhr wurde verladen.
Malwin- ein Prachtkerl in jeder Hinsicht- ging wunderbar auf den Hänger. Seine Mutter- stur wie Ochse- sah das gar nicht ein. Wir gewannen den Krampf und 9.00 gings dann los. Des Autos Anhängelast überladen, aber macht ja nix, denn: guck mal da vorne, die haben auch soviel angehängt und das Auto ist viiiiel kleiner.
10.00 Uhr dann Jagdbeginn mit einer amüsanten Rede über die Regeln- Absitzen nicht vorm Master, ihn überholen schon gar nicht, wer rauchen muss dann aber bitte aus der Pfeife und trinken bitteschön mit links. 6 Kutschen standen parat, vollgeladen mit Schaulustigen, die wiederum mit Kaffeekannen und allerlei Likören und anderem was die Fahrt versüßen kann, anrückten.
30 Reiter zählte das Feld, bunt gemischt aus Jüngeren und Älteren, sogar Herren wagten sich hin, mehrere und einer sehr vorlaut. Das Jagdgericht hat ihn dann dafür löhnen lassen.
Relativ zeitig entledigte sich ein Pferd seines Reiters. Es ist fast obligatorisch, dass einer unfreiwllig absteigt, solange mans selber nicht ist und womöglich beim Springen wenn man dann überrannt wird- ist sogar das interessant anzusehen. Der Master gab sich alle Mühe das eine oder andere Vergehen heraus zu kitzeln- sollte ja später möglichst jeder zur Kasse gebeten werden.
Eine ausgedehnte Mittagspause unterbrach die spannende und bei wirklich strahlendem Sonnenschein statt findende Hatz über Felder und kunstvoll aufgebaute Hindernisse.
Der Abschluss der Jagd dann gegen 14.00 mit dem Fangen des Fuchsschwanzes. Um die Sturzgefahr zu begrenzen und die Chancen etwas auszugleichen, wurden die Klein- und Großpferde getrennt losgeschickt. Aufgespießt auf einem Stock der Fuchsschwanz auf freiem Feld, etwa 300m Galoppstrecke und man konnte den Sieg erringen. In unserem Feld rieß einer ab und ließ fallen um sich den Sieg unter den Nagel zu reißen musste man nun also schnell sein Pferd verlassen und ihn aufheben. Der abgerissene Fuchsschwanz landete direkt neben mir, leider hatte ich zu große Sorge von den Nachkommenden überrannt zu werden und habe mir die Zeit genommen zu wenden um abzuspringen, jemand anderes war mutiger.
Der Fotograf bastelte alle 30 Pferde umständlich und langwierig auf wenige Quadratmeter um dann zu verkünden, dass alles gar nicht so wichtig sei, sondern nur Kulisse für den Sieger.
Na mal sehn wie die Kulisse in der Zeitung morgen aussieht.
Das Jagdgericht war Anlass für alle sich in der Reithalle bei Kaffee und Kuchen einzufinden. Jeder wurde bedacht ob Kutschenpassagier, Kutscher oder Reiter. In Geld und einer Aufgabe zur Belustigung aller konnte man sich frei kaufen.
Das Verladen von Nikita war ein Kunststück- es gelang, aber sicherlich sind die Lengefelder nun die Tierquäler Nummer 1, wir haben sie auf den Hänger geprügelt. Nicht mal auf den wo Malwin stand- der auch da wieder anständig hinaufkraxelte, letztendlich beliebte es ihr lieber in den Viehtransporter von Bekannten einzusteigen. Na besser als nichts, heimreiten wollte ich nicht unbedingt.
Schön wars- nächstes Jahr wieder, vielleicht.
Die Einweihung des neuen Sattels, ein Traum von Sattel übrigens, vervollständigte den Tag.

das sind die Helden,
sprich meine Freundin(Bild mit Kappe) und ich mit den Vierbeinern

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