Mittwoch, September 29, 2010

Flucht in die Wolken

Das Buch dieses Titels lese ich gerade.
Die Geschichte dazu ist etwas verrückt.

Während dem Studium hatte ich eine im Beruf stehende Dozentin im Fach Psychologie. Wie es meist so zu beginn der Vorlesungsreihen ist, wurde eine Literaturliste  und damit noch verbunden  Empfehlungen ausgesprochen. Unter anderem zu jenem Buch.
Meine Zimmerkollegin im Wohnheim, saß neben mir übrigens, erstand das Buch kurz darauf im Antiquariat.
Sie empfand es als interessant und sehr gut. Ich wollte es leihen, falls ich dürfe. Ich durfte nicht. Kurze Verstimmung meinerseits, dann mir eingeredet, dass sie wohl Recht habe, wenns so schwer zu bekommen war, es nicht aus der Hand zu geben. Das war 2002 oder 2003.

Der Titel des Buches ist mir nie verloren gegangen und ich dachte öfters an diese Begebenheit.

Nun schmeißt unsere Bücherei, klein und nicht sooo hochwertig, sind ja nur 3000 Leute im Ort, mit Ortsteilen keine 5000, alle paar Monate, manchmal auch Jahre, Bücher raus.
Und was lag da auf dem "kostenlos zum Mitnehmen" Stapel ganz obendrauf? "Flucht in die Wolken".
Vom Cover und Titel her, hätte ich das Buch an dem Tag, als ich es sah, mit Sicherheit nicht mitgenommen, wenn ja wenn ich nicht gewusst hätte was sich dahinter verbirgt.
Das Buch ist Ausgabe 1981- die erste Auflage also. Selbstverständlich nur noch gebraucht zu bekommen.
Und es ist wertvoll. Es kam zu DDR-Zeiten 29,90 Mark (steht nänlich im Einband) - das war unheimlich viel Geld, gemessen an dem was man 1981 verdient hat und was Brot uä gekostet haben.
Ich habe dann daheim nachgesehen, es kostet diese Ausgabe ca 30€ bei Amazon oder ebay, oder wo auch immer man es suchen mag. Zumidnest als ich diese Woche nachsah. Neuere Ausgaben (1992) findet man auch günstiger- bei weitem nicht umsonst.
Mir rätselhaft warum das Buch also achtlos auf dem Stapel lag. Es lag wohl für MICH dort.

Es steht nun schon seit mehreren Monaten im Bücherschrank. Ich fühlte mich nicht lagens es zu lesen.
Jetzt habe ich es verschlungen.

Zum Schluss, worum es eigentlich geht.
Um Pony, die sich mit 18 Jahren umbringt. Geboren war sie 1952. Geschrieben hat das Buch ihre Mutter- man müsste treffender sagen: zusammengefasst. Das Buch hat über 500 Seiten und ist ein Sammlesorium aus Tagebuchaufzeichnungen, Gemälden, Gedichten, Liedern und Briefen von Pony, zusammengehalten vom chronologischen Erzählen der Mutter. Belegt durch Ponys eigene Sachen sind die Jahre 1964 bis zu ihrem Tod im Buch, da sie zu der Zeit anfing Tagebuch zu führen. Aussagen die sich auf davor beziehen beschreibt sie zum Teil selber, so übers Jahr 1961 und manches wird durch die Mutter ergänzt.
Die Mutter hat nach dem Tod der Tochter das Buch zu einer Psychotherapeutin in Berlin gebracht um es zugänglich zu machen um aufzuzeigen wie sie alles erlebt haben und was Pony erlebt hat und um der Fachwelt auch manches nahe zu bringen, ua auch die Reaktionen die sie so erlebt haben, nicht zuletzt die Fehler die gemacht wurden.

Für mich war es hochspannend. Das Buch liest sich wie ein Roman, ist jedoch recht anstrengend zu lesen und eben tiefgründig und auch sehr traurig. Eher konnte ich nicht lesen, obwohl ichs wollte, da ich mich schwer tue wenn das Ende und dann noch traurig schon vorliegt und in diesem Fall dann noch auf Tatsachen beruhend.

Flucht in die Wolken deshalb, weil Pony ein Wolkenkind ist. Wolkenkinder finden keinen Platz auf dieser Erde, sie werden nicht verstanden. Sie sind nicht dumm- im Gegenteil.  Das Buch hat zu Beginn auch eine Erzählung über die Wolkenkinder stehen, Wolkenkinder die Liebe suchen und satt dem Gott Eros zu folgen dem Todesgott Thanatos dann nachfolgen. Sehr abstrakt für mich als Christ, das Ganze mythologisch als Einstieg zu betrachten. Die Bilder zu verstehen, viel Zeit mit Gucken verging. Die Erzählung macht mir aber dennoch verständlich, ohne dass ich es nacherzählen kann. Es gibt Dinge die kann ich für mich kaum greifen und die sind nicht in Worte fassbar zum erklären.

Mit 11 oder 12 hatte sie dieses Gedicht verfasst:

Der Mond ist hell,
Die Sonne ist hell.
Die Welt ist trotzdem dunkel!
Was is das für eine Welt?
In Armut, Kummer war´s gesinnt.
Stimmung der Vergangenheit
der bessere steht im verdruß,
ihm gilt es nicht zu leben,
die Schlechten sind im Überfluß,
der Welt hier her gegeben.

In Gruppen steht man da
und weiß nicht wo die heimat ist.
Die Zukunft, niemand ist es klar,
man weiß nicht wo man heute schläft,
wie soll man es erst morgen wissen?
Der Weg ist vorgesetzt...


Man steht in Tabellen,
wie Tiere, die durch Nummern
verzeichnet sind.
Das ist kein Leben,
das ist hausen.


Man traut sich nicht ein
Wort zu widersprechen
Die welt ist kalt für uns,
der Wind fegt.
Die Sonne scheint nie mehr
so hell
es ist kalt das Leben.


Mit Lasten Tag ein Tag aus
geht man dort hin
dort in das Ehlent.
Nie geibt es einen Aufstand,
dazu sind wir zu wenige.
Das leben geht immer so
weiter und trotsdem bekommt
man ein Blick in´s Helle,
ein Blick ins Glück.


Man denkt nur im Unter-
bewusstsein daran,
das sich amcnhes ändern kann
Ganz sachte und langsam
Ganz vorsichtig

Ihre Aufsätze waren immer sehr gut bewertet, da sie in Orthografie jedoch "schlecht" war, gab es nicht unbedingt eine gute Gesamtnote (die durfte nur 1 Grad höher sein als die Orthonote). Und nicht die Beste sein, das war der Weltuntergang für sie. Es klingt dann mal etwas durch von einem Vorfall mit einem Lehrer, ob da ein Missbrauch statt fand- das wird leider nicht aufgeklärt seitens des Buches (die Mutter selber wusset es zum Zeitpunkt des Schreibens auch nicht).

Sie war in der Zeit von 16- 18 Jahren mehrfach in psychiatrischen Kliniken, teils einzeln isoliert und geschlossen. Insulintherapie und Elektroschock- das waren so Dinge die mir in alle Fasern gingen. Das Schlimme- man wusste bereits damals, dass Elektroschocks schlimme Schäden verschiedener Art verursachen (können). Ich habe versucht rauszufinden in welcher Form und wie üblich heute derartige Behandlungen noch sind und musste feststellen, Elektroschocks werden wohl auch heute noch genutzt. Ich wüsste gern wo man gutes und genaures Material dazu finden kann- vielleicht weiß es einer, der hier liest und kann helfen?

Es wäre soviel zu Schreiben. Ich belass es dabei.

Sonntag, September 26, 2010

Geburtstag

..haben wir heute gefeiert...
Unsere Tochter wurde vergangene Woche 4 Jahre alt.
Heute rückte die Familie mit Mann und Maus an. Am Tag selber, also vergangenen Mittwoch, waren sogar ein Uropa und eine Uroma da. Sie hat das Glück, dass zu ihrer Geburt noch 7 von 8 möglichen dieser Generation gelebt haben. Mittlerweile sind es immerhin noch 5. Ein Uropa läuft noch durch den ganzen Ort zu uns, zu jedem Geburtstag der Kinder.


Oben zwei Bilder von Mittwoch- zwischen Kellertür und Pferdestall direkt neben Hasenställen im Hof. Etwas unglücklich, aber da wir gerade Terrasse bauen und im Garten kein Schatten war, musste es so gehen und es ging besser als gedacht. Meine Oma hat unter anderem die Schmetterlingskrankheit und da wäre Sonne sehr ungünstig gewesen.
Meine Eltern und Oma waren da wie gesagt da, der Opa meines Mannes war nach seinem Marsch gleich weitergezogen zur Apotheke und fehlte dann auf den Bildern.

Unten dann Bilder von heute, leider erst fotografiert als fast alle weg waren. Nur Aurelias Patenonkel ist vor wenigen Minuten erst weg.  Und so habe ich ihn noch verewigen können.Er hat uns Fotos von seinr Alpenüberquerung im Juli gezeigt. Sie sind vom Marienplatz in München zum Markusplatz nach Venedig in 4 Wochen gewandert. Sehr eindrucksvoll. Nein kein Neid. Aber die Sehnsucht, Dinge irgendwann zu tun, die jetzt undenkbar sind. Nich genau sowas, aber viel Natur und einfach weg...schon meins.
Und wenn sie Geburtstag hat, dann hat auch ihr Teddy. So süß. Hat sie selber so inszeniert und sich gefreut wie Schneekönig.

Dienstag, September 21, 2010

Weitersagen!

Jeder kennt das, wenn nicht von sich selber, dann von anderen:   
das Feierabendbier

Wusstet ihr, dass ca 1,5 Mio Menschen in Deutschland , manche Quellen gehen von höheren Zahlen aus, alkoholabhängig sind? Dass genau nochmal soviele bereits ein richtiges Problem haben, also Alkoholmissbrauch betreiben?
Dass man die Summe auf 10 Mio hochschieben kann, wenn man die noch mit zählen möchte, die sich bereits im gefährdeten Bereich im Umgang mit Alkohol bewegen?
Reichlich 80 Mio Einwohner hat Deutschland, davon sind nicht alle trinkfähig- Kinder unter 10 (ja ich schreibe bewusst nicht 12 oder 14- traurige Wahrheit) ein Teil der "Alten" oder Kranke fallen nämlich raus.
Jährlich kommen ungefähr 50.00 Leute an den Folgen überhöhten Alkoholkonsums um (so genau lässt es sich nicht mal rausfiltern, ich denke tatsächlich ist die Zahl höher).

Folgende 2 Punkte habe ich noch von der Seite des Blauen Kreuzes stibitzt um vollständig zu sein:

  • Im Jahr 2006 kam es zu über 20.000 Unfällen wegen Alkohol am Steuer. Dabei wurden 600 Menschen getötet.
  • Schätzungsweise jedes siebte Kind leidet unter der Sucht eines oder sogar beider Elternteile. Das entspricht 2,6 Millionen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
Ein Heer Co-Abhängiger bewegt sich um uns herum. Alles liebe Ehefrauen, Kinder und Anverwandte, die Vater, Mann oder wen auch immer schützen wollen und damit genau das Gegenteil erreichen. Deckeln bis der Arzt kommt, im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist kein Vorwurf, es ist bittere Wahrheit.
"Wahr haben wollen" ist sowieso noch eine andere Geschichte. Und wenn mans dann wahr hat, muss akzeptiert werden, dass man wenns schon zur Abhängigkeit gekommen ist, lebenslang krank ist, nämlich suchtkrank. Man(n) muss dann bis zum letzten Atemzug Willenstärke aufbringen. 
Ich habe bewusst die Männer betont, da mehr Männer betroffen sind als Frauen. Frauen greifen lieber zur Tablette.

Ich spreche also von einer breiten Masse der Bevölkerung, mehr als 15%- die auf dem Glatteis tanzt oder gar schon eingebrochen ist. Manche tanzen auch danach noch weiter bis zum nächsten Einruch und wieder zum nächsten...

Studien ergaben, dass wir Deutschen weltweit auf Rang 5  im pro Kopf Verbrauch liegen. Ungarn und Irland liegen vor uns, wer noch habe ich vergessen, der geneigte Leser mags per google rausfinden.
Rang 5! Mit über 110 Liter Bier pro Nase, mehr als 20 Liter Wein um nur ein Teil der Alkoholika zu nennen- so das Resümee für 2008. Wahnsinn. Ich trinke gar kein Bier, mein Mann auch nicht- gibt aber offenbar genug, die das "ausgleichen".

Zurück zum Feierabendbier

Es ist gefährlich.
Warum? Weil es hohen Stellenwert einnehmen kann, man möchte nicht darauf verzichten, man hat sich daran gewöhnt. Gewöhnung ist bereits eine Falle.
"Ich könnte, wenn ich wöllte, aber warum sollte ich? Ich kann jederzeit aufhören"
Ja, dann mal los! Was passiert dann, ist man wener zufrieden, vielleicht sogar aggressiv und unausgeglichen? Dann Alarm.
Aber ich schrei schon eher Alarm- auch wenn alles in Butter ist.
Das Feierabendbier stellt nämlich Weichen. Es werden Muster geschliffen, die man nicht einfach wieder ausmerzen kann und man greift evtl in mieser Lebenslage darauf zurück und dann ist das Feierabendbier Geschichte, es wird zum Feierabendschnaps oder Bierkasten

Die Abhängigkeit kommt schleichend und gesundheitliche Folgen bemerkt man meist gar nicht, oder eben erst zu spät.
Ab wann Abhängigkeit eintritt ist verschieden, man kann es nicht unbedingt an der Trinkmenge festmachen. Sondern an oben genanntem, den Wert, den das Glas für mich einnimmt.

Es wird geraten nicht mehr als 2 Standardgläser Alkohol täglich zu trinken. Das bedeutet 2 Biergläser zu je 0,25 l oder 2 Weingläser zu 0,1 l.
Frauen die Hälfte! Warum? Simpel: die Leber der Frau baut den Spaß schlechter ab, sie hat weniger der notwendigen Enzyme.
Und mit der Trinkmengenbeschränkung ists nicht getan: Mindestens 2 abstinente Tage, also gar kein Alkohol, jede Woche sollten drin sein- für jedermann-   Muster durchbrechen oder am Besten nicht entstehen lassen.


Schön ist auch: "ein Gläschen Wein am Abend senkt das Risiko für dies und jenes, in Maßen ist das gesund!"
So oder so ähnlich.
Richtig ist das zwar, dass das Risiko für gewisse Erkrankungen ab gewissem Alter (und das gehört dazu!) gesenkt wird: aber man nimmt einen hohen Preis in Kauf...weils eben leider Kippen kann und man hat Alternativen um sich gesund zu halten und Risiken zu senken- Obst und frische Luft,  bisschen Sport... und das hat keine Nebenwirkungen!

Wieso heute so eine Predigt?
Herzensangelegenheit und gestern wieder auf Arbeit gewesen...
Es musste raus aus meinem Kopf und es richtet sich an niemand speziell, gar nicht. 

Zum Abschluss nochmal eines meiner liebsten "Gedichte", wurde schon in einem früheren Posting gezeigt, passt aber wieder mal :

Wenn Du einem
geretteten Trinker begegnest,
dann begegnest Du einem Helden.
Es lauert in ihm schlafend der Todfeind.
Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche
und setzt seinen Weg fort
durch eine Welt der Trinkunsitten,
in einer Umgebung,
die ihn nicht versteht,
in einer Gesellschaft,
die sich berechtigt hält,
in jämmerlicher Unwissenheit
auf ihn herabzuschauen,
als auf einen Menschen zweiter Klasse,
weil er es wagt,
gegen den Alkoholstrom
zu schwimmen.
Du sollst wissen:
Er ist ein Mensch erster Klasse!
Friedrich von Bodelschwingh

Sonntag, September 19, 2010

Die Arche Noah hat Kastanien an Bord und Zwerge im Fenster

 Es ist bei uns ja nicht nur traurig, im Gegenteil, die letzten Tage waren auch so:

Ein Zwerg klebt jetzt an unserem Fenster..,
Vorgemalt hab ich ihn (abgemalt, ich gebs ja zu) und ausgemalt, ganz allein, der Große.

Das findet man am Ende unserer Koppeln. Der Baum gehört den Nachbarn, steht direkt am Zaun...und ratet..alles was zu uns runterfällt sammeln sie ganz schnell auf. Bestimmt schütteln sie bald den Baum, wäre ja dramatisch, wenn sie teilen müssten! Also schnell ein Foto. Und, wir haben schon was aufgelesen...psst! Liegt jetzt überall rum, auch die Schalen...und findet sich vorm Waschen auch in den Hosentaschen...
Ich habe noch ein neues Kaninchen. Es gab ein Aushang, da war ein schwarz- weißes Löwenköpfchen. Musste ich haben. Ja dieses ist schwarz, richtig.
Wir dahin, nachdem ich meinen Mann bequatscht habe. Viiiele Kaninchen da. Die Frau gibt sie ab, der Mann erlebt wohl Jahresende nicht mehr, Krebs.
Dort das Karnickel eingesackt, es war ein Rammler. Wir gucken so alle Kaninchen an, beim Rausgehen sitzt da ein Schwarzer in der Ecke. "Den will keiner, Kinder wollen kein schwarz" So die Frau.
Im Auto:
"Sag mal wolltest du nicht eine Häsin?" "Oh stimmt, der ist doch aber so schön!"
"Na ich mein ja nur" "Hm, ich geh nochmal zurück"
Frau gesucht "Kann ich mal gucken, ob das Schwarze eine Häsin ist?"
Egebnis; Kaninchen umgetauscht.
Ich wollte kein schwarzes Kaninchen...
Kommentar meiner Freundin: "Arche Noah- Katha?"

Samstag, September 18, 2010

einmal aufatmen

...was für eine Rabenmutti bin ich denn?!?
Dass ich nicht merke, wenn mein Kind Mandelentzündung hat?
Er hat die Nacht davor (also Donnerstag zu Freitag) aber 12h durchgeschlafen und gehustet hat er auch nicht. Bisschen Nase zu, ja- aber das ist ja öfters..
Und das Fieber (es kam übrigens von der MMR- Impfung!!) war auch wieder weg gewesen...
Als ich zur Arbeit los bin gestern 15.30 Uhr hat er zwar geknatscht, aber er wollte mich da eher nicht "weglassen", weil ich mich verabschiedet habe, wusste er ja dass ich ohne ihn weggehe...
Da fällt mir mal wieder nur der Spruch ein: "Früh kerngesund abends todkrank" bezogen auf Kinder...
Ich hab ihn halt noch nie so speien sehn (keins meiner Kinder hat sich bei einer Angina jemals so gebärdet!) und dass er sich nicht beruhigen ließ und von feuerheiß zu kalt gewechselt ist (und der sah so weiß aus auf einmal...)...das hat mich sehr in Angst versetzt.

Die Nacht war dann grässlich, 2.15 Uhr war mein Mann zurück und der Kleine ist immer wieder tobend aufgewacht. hat sich die ganze faust in den Mund gestopft...na kein Wunder wnen der Hals doll weh tut. Der arme.

Tut mir leid, dass ich euch so aufgescheucht habe!
Ich war nach der Nacht so k.o., dass ich erst jetzt kurz zum Schreiben komme.
Eigentlich hat heut meine Nichte 4ten Geburtstag und morgen mein Neffe Taufe. Wie so oft in den letzten Jahren, fehle ich auf solchen Feiern.
Hoffentlich gehts dem kleinen Schatz schnell besser. Schon wieder Antibiotikum- zum piepen...

Eins ist gewiss, geimpft wird nicht gleich wieder...
Eigentlich müsste bei unserer Tochter MMR noch aufgefrischt werden- das lass ich die nächste Zeit.

Die Bilder sind von heute Mittag. Da hatte er dann endlich von 8-12 Uhr geschlafen (hätt mich am liebsten auch hingelegt...)

Fieberkrampf??

..oder vergiftet??

Wie auch immer...

eben ist der Kleine mit Papa ins Krankenhaus gefahren.
Mir ist ganz schlecht.

Er wollte sich nicht beruhigen lassen.
Hat gestrampelt, sich kurz abgelegt mit dem Köpfchen an meiner Schulter und dann weitergetobt. Er war sehr heiß dabei (eindeutig Fieber)- aber so plötzlich!
Dann hat er sich die Seele aus dem Leib gekotzt, ist sehr blass geworden und auf einmal so kalt.
Was zum Kuckuck ist denn sowas?

Ich verlier bei sowas ja mal eben die Nerven und wollte den Notarzt rufen.
Es wurde dann aber irgenwie auch schon etwas "besser" und mein Mann ist jetzt auf dem Weg ins KH.
Ich kann keine Minute schlafen, wenn ich nicht weiß, was das war/ist.

Ich bin selber total müde und die Erkältung macht mich albern und dann noch sowas...

Freitag, September 17, 2010

Der Laden

Ich wollte an sich ein anderes Lied von ihm zeigen, leider finde ich es bei youtube nicht.



Wer ihn kennt: "Die Sieben Gaben" wärens gewesen.
"Der Maler" ist auch recht schön.
Die CD wo alles drauf ist, habe ich, sie heißt "Lieder im Märchenmantel". Sehr schön.
Ich habe mehrere Konzerte von ihm besucht und er hat vom Kinderlied, Quatschlied bis zum nachdenklichen Erwachsenenlied alles auf Lager.

Ich munter mich gerad selber auf mit Musik. Ich bin doll erkältet, mit Kopfweh und allem was dazu gehört und muss aber heut noch arbeiten (das hab ich nun davon).

Samstag, September 11, 2010

Fussball, Melone und mehr

Wir spielen Fussball! Eigentlich nur der Älteste..aber wie das so ist, wir fiebern mit.
Schon der Kauf von Fussballschuhen (drinnen und draussen- ich lerne dazu!) und Stutzen mit Schonern, hat mich sehr gebildet... ging mir Fussball doch bisher mehr am Allerwertesten vorbei, außer sowas wie WM.
Und wir haben Schleife binden geübt und hurra, es klappt endlich..endlich!!
Zweimal war er nun dienstags schon zum Training und das Foto ist vom ersten Spiel heute. Wir hätten auch fast gewonnen...es war soo knapp (ich glaube wir hatten 0 Tore und die anderen 16 *hüstel*)



Da futtern die zwei anderen Kinder des Hauses Melone. So süß die zwei. So klebrig..so überall. Beide sind große Abendbrotesser. Valentin ist ganz aus dem Häuschen seitdem er Abends gelernt hat richtig zu essen. Er bekommt aber meistens keinen Teller, einmal dürft ihr raten warum...




















Und auf dem letzten Foto will wer gekrault werden...












Heute früh ist unser Jüngster mit 39,3 Fieber erwacht.. damits uns nur ja nicht zu gut geht. Sonnenschein und alle Kinder gesund, das wäre ja noch schöner.

Donnerstag, September 09, 2010

Das Tier Mensch

Der Mensch ist das schlimmste Tier. So oder so ähnlich habe ich es schon öfters gehört und gelesen. Innerlich möchte ich da immer aufbegehren. Aber es steckt soviel wahres drin.

Ich bin ganz "geflasht" von meinem ersten Tag im Drogenprojekt, seit einem Vierteljahr war ich ja nicht mehr dort. Vorgestern war das.

Es gibt Menschen die wurden von Menschen, in dem Falle eigentlich denen die sie beschützen sollten, wie Tiere behandelt. Die eigentlichen Tiere sind aber die, die das tun. Und wenn mans genau nimmt, Tiere sind da sogar menschlicher, falls ihr versteht. Ich beleidige hier fast die armen Tiere.
Schlimm ist nur, dass diese Schutzbefohlenen dadurch so schlimm depriviert werden, dass sie kein normales Leben mehr führen können. Nie wieder vielleicht. Sehr vielleicht in dem Falle.
Wo ist ein Platz auf dieser Erde wo Menschen die kaputte Seelen haben, leben können? Wo kann jemand der nicht lagens ist sich nach unseren Maßstäben "normal" zu verhalten existieren?
Das Traurige ist, man muss vor ihnen teilweise Angst haben und kann ihnen darum das was sie bräuchten gar nicht geben. Sie können es auch gar nicht annehmen.
Ich kann nicht genauer schreiben, ich darf es nicht und kann es nicht. Immer wenn ich denke, ein Mensch mit so schlimmen Schicksal hast du noch nicht gegenüber gestanden, kann das noch übertroffen werden. Es gibt immer noch eine Steigerung. Und ich habe schon einiges am Rand miterlebt, mehr als ein bisschen am Rand erleben ist es nicht als Sozialarbeiter, aushalten muss es der Betroffene leider letztendlich doch allein, und das genügt mir vollkommen. Dinge auf die ein "normaler" Mensch nicht käme, passieren da zwischen Menschen.
Die Hölle auf Erden bereiten, zu sowas sind Menschen fähig.
Es sind Opfer und man bekommt sie aber auch nur schwer aus der Rolle wieder raus.

Dass Kinder zu Tode oder an den Rand des Todes gebracht werden, das liest man und hört man, es nah dran auch nur einen Hauch zu spüren, das ist etwas anderes. Und man spürt es noch Jahre später, denn bei uns sind sie bereits fast erwachsen, manche sind es dem Alter nach auch schon (Zahlen sagen gar nichts...).

Montag, September 06, 2010

Vulkaneifel

...580km sind wir gefahren am Freitag, sind wir gefahren gestern...
Wir waren in der Eifel. Einmal Deutschland zerschnitten- so sah es auf der Route von google maps aus. Von fast Tschechien zu fast Holland.
Es hat sich trotz der wenigen Zeit und vielen Fahrerei total gelohnt.
Freitag Abend Lagerfeuer, Samstag Abend Lagerfeuer.
Ich hab das erste Mal in meinem Leben Marshmallows vom feuer gegrillt gegessen- so lecker.
Mit dem Stock drüber gehalten, außen karamelisiert und  innen flüsseg- lecker.
Samstag Nachmittag Minigolf- ich hab das noch nie gemacht.
Gabriel war ausgeglichen und super gut gelaunt. Hätte ich niemals erwartet.
Die frische Luft den ganzen Tag und viele Bewegung (Feuer Holz sammeln und dergleichen)  war genau das Richtige für ihn.
Übernachtet wurde in einem Waldjugendlager in Holzblockhütten.
Wir waren gesamt 20 Leute.

So der Abriss!

Habt ihr ne Ahnung wieviel Wäsche man an nur einem WE produzieren kann? *jammer*

Mittwoch, September 01, 2010

Shit happens..

Ich hab heut einen etwas doofen Unfall beim Reiten gebaut.
Ein Bekannter kam mir auf einem Feldweg mit der Kutsche entgegen.
Ich weiß nicht warum, aber bei Malwin hats komplett ausgehakt. Bin abgestiegen um ihn zu beruhigen. Dort war kein Platz zum ausweichen und ich bin auf den Feldrand. Er hat als die Kutsche näher kam aber total panisch wegrennen wollen. Hab ihn angebrüllt und festgehalten, ging auch irgendwie.
Dann ist aber leider der Zügel gerissen (an der Nahtstelle wo leder zu Gurt übergeht) und da ist er mir entwischt. Er ist Vollgas runter auf die Gasse von der wir aufs Feld rauf sind gerast und  in einen Gartenzaun geschlittert, man sieht auf dem Asphalt einige Meter Bremsspur- (er hat 2 Latten zersplittert - und es waren sehr breite hochwertige- und die Stahlzaunsäule verbogen)

Durchs Schlittern und vom Zaun hat er sich Schürfwunden und vom Splittern kleine Schnittwunden an allen 4 Beinen geholt. Lahmt aber nicht oder ähnliches.

Ich bin froh dass er keine Autos mitgenommen hat oder Menschen, er ist nämlich von meinem Mann daheim in Empfang genommen worden, dazu musste er aber durch den Ort und üeinmal die Hauptstraße überqueren. Da ist einigen Passanten das Herz stehn geblieben...

Elternabend

..war gestern Abend...bis 21.30 Uhr...

Das Ergebnis, ich bin mit in der Elternvertretung und dann auch noch der "Oberhauptmann"....
Machen wollte gar keiner. Es geht um unsere Kinder, so entschloss sich dann eine, ich mich dazu und in Folge haben sich von uns beiden die jeweiligen Wohnnachbarn noch durchgerungen. So dass wir zu viert sind.
"Du machst gleich den Leiter" Außer einem rigorosen "Nein" hätte da nichts geholfen und das kann ich nicht...
Nun gut, dann also auch die Treffen der Gesamtschulvertretung mit an der Backe.
Ich wollte das eigentlich erst beim 2ten Kind mal machen, und diesmal still zugucken und lernen. Guter Vorsatz. Tja.

Nach dem Elternabend noch 2 Telefonate. Das eine mit meiner dienstplanenden Kollegin, nächsten Dienstag der erste Aushilfstag im September. Wir werden uns in die Außenbetreuung eines Jugendlichen, welcher ausgezogen ist reinteilen. Ich dann an dem Nachmittag wo ich da bin, sie die beiden oder den einen anderen Tag pro Woche, je nachdem wie wirs machen. Wir haben schon mal einen Jugendlichen zusammen nachbetreut, das verlief sehr positiv, sowohl mit dem Jugendlichen als auch mit der Kollegin. ich hoffe auf Wiederholung. Allerdings hat der junge Mann ein Frauenproblem, mal sehn wie er außerhalb der Gruppe zu händeln ist. Oft wirkt 1 zu 1 Wunder.
Das heißt aber auch wieder Kleinbus fahren, da wir keine normalen PKW auf Arbeit haben, das hasse ich- aber anders gehts nicht, wegen der Versicherung.

Das zweite Telefonat war mit einem aus unserem Donnerstagsabend-Hauskreis. Im Ort findet jährlich so ein lebendiger Adventskalender statt. Jeden Tag hat wer anderes ein Türchen (eine beleuchtete Nummer hängt im Fenster)- es wird sich 17 Uhr getroffen für 20-30 Minuten. Der Ausgestalter lässt sich was einfallen, Kekse und Tee gibts im Anschluss. Wir hatten letztes Jahr als Hauskreis den Termin zur Weihnachtsmarkteröffnung und das gleich auf einer gesperrten Strasse am Markt gemacht. Nun wurde gefragt ob wir wieder mitmachen.
Machen wir, wenn sich die Termine ohne uns nicht füllen lassen. Es war doch recht aufwendig letztes Jahr und wir wollten erst nächstes Jahr wieder, an sich. Nun ja. Platz hätten wir falls wir nicht wissen wohin auch, sogar bisschen überdacht, nämlich der Hof unserer Firma.