Samstag, Juli 05, 2008

...Amy Macdonald

Nachdem ich eben eine CD von Amy Macdonald bestellt habe, wollte ich meine Freude darüber kundt tun- Schönes singt sie, gefällt sehr.

Und sobald ich wieder besser tippen kann, landen hier die Eindrücke von einem wirklich tollen Urlaub am französischen Mittelmeer.

Montag, Juni 09, 2008

Impressionen von gestern












Ich kenne von einer Fahrt nachm Abi nach Litauen zwei momentan in Dresden wohnhafte liebe Menschen, diese verreisen gern und so auch nach China, und gestern konnten wir uns einem wirklich schönen Reisebericht hingeben. Die Dame ist übrigens Aurelias Patentante.
Ein Freund aus Schulzeiten, ebenfalls Pate bei Aurelia, war auch anwesend und hat mit neuer, wirklich toller Kamera *Neid* den Abend festgehalten. Das siegreiche Deutschlandspiel haben wir nicht verpasst, jeder Nachbar weiß nun wieviel Dezibel Markus Schreiorgan hervorbringen kann.
Gabriels Einstand als Grillmeister soll auch gewürdigt werden.
Nachbars Fohlen, unsre Hafis, Butzemann und unsere Babyhasen, mein Löwenköpfchen hat 3 Kleine, erfuhren ausgiebige Würdigung.











Eine am Lagerfeuer durchzechte Nacht am Elbufer mit nur 2h Schlaf- dem Markus doch egal, Auto fährt ja allein zu uns! "die Katharina wird giftig, wenn man unpünktlich ist" :)










Beweisfotos für meine Torheit mit dem Rasenmäher. Immerhin ein gutes Argument Nudelsalat mitbringen zu lassen.














Montag, Mai 26, 2008

Pusteblumenzeit



Ball und Puppe,
dann kanns ja
im Sauseschritt
losgehen.



"Was habt ihr denn gemacht?"
"Die Mama saß auf der Bank und wir haben

Pusteblumen geschüttelt!"


Und da unser Kater nicht begreift,
dass er nicht als Hund geboren wurde,
ist er auch überall mit von der Partie,
darf er nicht kanns schon mal passieren,
dass er herzzerreißend jault.
Sein Sandkastenverbot versucht er jedenfalls
ausdauernd zu unterwandern.

Samstag, Mai 17, 2008

Meine erste Tagung

Gestern und heute war in Dresden eine Tagung, ich konnte hinfahren und bestritt somit das erste Erlebnis der Art in meinem Arbeitsleben. Mein erstes Zertifikat kann ich nun ebenfalls abheften. Das Sächsische Treffen zur Suchtprävention fand im Hotel Elbflorenz, nobel geht die Welt zugrunde sag ich nur, statt. Gestern abend gab es Vorträge, Betroffener sowie von Ärtzen und anderen Fachleuten. Heute verteilten sich die 300 (von mir stümperhaft geschätzt anhand der Stuhlreihen) auf 12 Arbeitsgruppen. Anwesend waren Betroffene, Ärzte, Psychologen und Sozialarbeiter sowie einige Abgeordnete des Landtages. Mein Projektleiter hatte zwei Gruppen gewählt und ich wanderte dann in eine davon, "Illegale Drogen- stationäre und ambulante Angebote zur Abstinenzsicherung". Ich hatte mir mehr neues Wissen erhofft. Andererseits durfte ich feststellen, dass ich mir in den letzten Monaten schon eine ganze Menge Wissen angeeignet habe und andere eben auch keine Wunderheiler sind und keine Rezepte bereit halten die immer und bei jedem wirken. Ich konnte mitreden, das hat mich dann zugegebenermaßen mit Stolz erfüllt, ich konnte das Vorgetragene durchweg verstehen und zum Großteil mit dem in den letzten Monaten erlebten bestätigen.Beeindruckt hat mich, dass "Die Alte Flugschule" (Sirius)in Großrückerswalde als eine der beiden in Sachsen vorhandenen Therapieeinrichtungen für Nutzer illegaler Drogen (dh für Alkohol gibt es noch mehr) seit letztem Jahr paralell zur Therapie die Vorbereitung auf einen Schulabschluss anbietet. Letztes Jahr haben das 6 Leute die den Hauptschulabschluss erreicht haben, einer davon war zur Therapievorbereitung in Pfaffroda gewesen, dieses Jahr 15, davon 4 für den Realschulabschluss. Die, die sich auf ein Schulabschluss vorbereiten brechen weniger die Therapie ab, sie sehen in dem Schulabschluss einen Wert und damit ist schon viel erreicht.Geprüft werden die Jugendlichen extern unter denselben Prügungsbedingungen wie jeder andere auch. Mancher Jugendliche hat zuletzt in Klasse sieben die Schulbank gedrückt, mitunter Jahre her, da ist es eine Leistung in einer halbjährigen Therapie jede Woche 30 Schulstunden zu absolvieren zusätzlich zum Therapieprogramm.
Zwei schöne Sätze gab gestern abend einer der Vortragenden zum Besten, damit schließe ich:

"Die Mutter der Ausschweifung ist nicht Freude, sondern Freudlosigkeit" (Nietzsche)

"Wer nur einen Hammer hat, denkt auch jedes Problem sei ein Nagel" (indonesisches Sprichwort)

Tropical Islands

Ich möchte erneut zu meiner nunmehr nicht mehr neuen Arbeitsstelle etwas berichten.

Am 1.Mai, dieses Jahr fielen der Tag der Arbeit und Himmelfahrt, Männertag genannt, zusammen, wir haben also dem Staat eine Menge Geld gespart. Unfreiwillig natürlich.

Am 1. Mai also wurde eine Ausfahrt mit den Jugendlichen geplant und selbstredend auch durchgeführt, nicht zuletzt um eine Alternative zum Saufen als zwingendem Bestandteil des Männertags zu bieten. Die Jugendlichen bestimmten Ziele, wir zwei Durchführenden entschieden dann zu unserem Gunsten sowie im Rahmen der Machbarkeit finanzieller und organisatorischer Natur. Topical Islands, 35km südlich von Berlin Schönefeld sollte es dann sein.

Eine ehemalige Zeppelinhalle, umgebastelt zu einem riesigen tropischen Kuppelding. Tropen unter der Käseglocke. Es klang alles vielversprechend und man fuhr froher Dinge los. An keinem anderen Feiertag sieht man früh soviele Menschen auf der Straße wie an diesem Tag- die Macht des Alkohols, an diesem Tag legitim früh schon "total steif" zu sein- wie "meine" Jugendlichen sagen würden. Wir fuhren durch diese irrwitzigen Menschen hindurch gen Berlin.

Dort angekommen standen wir fast zwei Stunden an der Kasse. Wir haben sehr ineffektiv gedrängelt wenn ich mir die Methodik mancher Mitbürger begutachtet habe, versuchte man es selber erntete man von denselbigen Empörung. Das war so das erste tolle Erlebnis. Drin dann nach Speicherung der 25 Euro Eintritt die ersten Schreckgedanken, jeder Jugendliche mit einem Spindschlüssel auf dem alle Ausgaben gespeichert werden, gezahlt wird beim Verlassen der Zauberwelt.

Das Klima da drin war gewöhnungsbedürftig- sehr warm, hohe Luftfeuchte (85%) und irgendwie stickig- weil halt doch künstlich erzeugt. Man gewöhnte sich aber tatsächlich schnell. Im Laufe der kommenden zwei Stunden gelang es uns erstaunlicherweise 8 Holzliegen zu ergattern die alle ziemlich dich beisammen waren. Diese eben erwähnten Holzliegen befanden sich an der sogenannten Südsee, dem größeren der zwei vorhandenen Gewässer. Zwischen den terrassenartig angelegten Stufen auf welchen die Liegen ihren Platz hatten, konnte man durch Sand zum Gewässer waten. Ich schätze die Größe auf das Doppelte des Lengefelder Freibades, für Unwissende- dieses ist 50m mal 20m. Die Südsee umschlang eine Showbühne. Amüsant fand ich das Transparent welches an der Halleninnenseite befestigt war und echtes Südseeflair mittels Bildaufdruck herzaubern sollte. Die Lagune ist kleiner und umrahmt von Kunstfelsen, an einer Stelle grottenhaft mit einer Art Wasserfall, Whirlpoolbänken, einem Strudel und ähnlichem. Ein ziemlich großes Kinderbecken mit allerlei Spielgeräten fehlte ebenfalls nicht.
Der Rutschenturm umfasste 3 Rutschen, die eine vollständig geschlossen und sehr steil. Ich wurde von zwei unseren Jungs mit Engelsgeduld dazu überredet es zu versuchen. "Ich rutsch vor Ihnen, er hinter- es wird nichts passieren, das geht ganz schnell, machen Sie einfach die Augen zu!" Hm, ich mag es nicht nicht zu sehen was geschieht, aber ich tat wie mir befohlen, und das war gut so, ich wäre womöglich erblindet, so zumindest das Gefühl. Der Wasserstrahl war dermaßen hart beim Auftreffen und die Rutschpartie rasant, dass ich noch eine Minute Ohrendruck hatte und eine mit der Bratpfanne drüber ergibt am Kopf kein andres Gefühl. Nein- das nicht sogleich wieder. Vielen hat diese Rutsche Spaß gemacht, mir eher Angst.
Eine Minigolfanlage sowie die Möglichkeit angeleint im Heißluftballon in der Halle zu schweben, waren die Alternativen zum Beachvolleyball spielen, einfach relaxed auf der Liege zu verweilen oder zu baden. Das Showprogramm am Abend war billig gemacht- darf wohl nix kosten, weil im Eintritt inbegriffen. Einmal drin in der Landschaft kann man bleiben solange man will. Das Mitbringen von Speisen ist unerwünscht und schnell begreift man wie sich Tropicals Islands finanziert. Die Gastronomie dort ist hundeteuer. Die Auswahl war gering. Das Thai- Restaurant traf nicht mein Geschmack- dort konnte man am Büffett wählen was man gebraten haben wollte, die Auswahl war aber dürftig für den Pauschalpreis von knapp 10 bzw knapp 15 Euro (mit oder ohne Nachholen) ohne Getränke. Alternativ konnte man in einer Art Fastfood- Restaurant für 6 Euro aufwärts Mc Donalds ähnliches erwerben. Das Frühstück kostete am Büffett 13,50 Euro, für die Finanzlage eines Projektes der Heimerziehung nicht finanzierbar- das hatten wir so extrem auch nicht vermutet. Das verärgerte dementsprechend. Wir hätten gern bescheidener gespeist als angeboten für entsprechend weniger Geld, speziell was das Frühstück anbelangt. Die Crèpe-Bar war ab 19.00 Uhr geschlossen, mit der hätte ich mich nämlich anfreunden können, geschmacklich und auch preislich.
Für Raucher gab es ein wirklich schickes Haus zum "chillen" (so ein Wort, gruslig!), unverschämt, dass es das für Nichtraucher nicht gab, denn dort war es wirklich gemützlich mit Matratzen (täglich frisch bezogen), kleinen Schemeln für Getränke, das Gebäude aus Holz.
In der Mitte der Halle befand sich ein Urwaldpfad, kleine Fisch- und Schildkrötentümpel- die haben übrigens gebissen- bereicherten die tropische Pflanzenwelt. Die Pflanzen sahen allesamt angeschlagen aus, trotz täglicher Sprengung, das Klima lässt sich wohl doch nicht so 100% nachbilden.
Möglichkeiten an Getränke zu gelangen waren reichlich vorhanden. Ich habe mit Bora Bora meinen Horizont der alkoholfreien Cocktails erweitert und behalte dieses Getränk als lecker in Erinnerung. Genehmigt habe ich mir diesen Barbesuch zusammen mit einem unserer Jungs, dem momentan jüngsten, einem Alkoholkranken. Der Abend war ziemlich aufschlussreich, die anderen Jungs sind stundenlang irgendwelchen Mädchen nachgelaufen, der eine eben genannte hatte mich aus freien Stücken um meine Begleitung gebeten. Durch solche Gelegenheiten bleibt viel hängen für die Zeit nach solchen Ausflügen, wo wieder der Alltag drückt und Reibereien wegen verschiedener Auffassungen zu Ordnung, Pünktlichkeit und Autorität auftauchen. Ich war erst skeptisch wegen des "langen Dienstes"- aber ich bin wirklich bereichert wieder in den normalen Berufs und auch privaten Alltag wiedergekehrt.
Die Nacht haben wir dann alle auf den Holzliegen verbracht, ich hatte als einzige an eine Isomatte gedacht, die war ich aber schnell los, weil nicht ersehen konnte wie einer der Jungs dank vergessenen Schlafsacks babarisch hätte ruhen müssen.
Statt einem Gute Nacht klang der Satz "Und wenn Sie schlafen gibts nen Eimer Wasser drüber" nach. Mein Angebot mit einem Eimer Sand zu zahlen, wurde ignoriert. Früh der erste Satz dann
"Wenn Sie schlafen mit den zerstrubbelten Haaren, sehen Sie aus wie ein Schaf, da wollt ich nichts drüberschütten". So sind sie. Man kann sie nur lieben oder hassen.

Dienstag, Mai 06, 2008

Wanderritt oder wenn Engel reisen



Es ging wieder auf ins schöne Großrückerswalde wo man die Fuchsjagd bereits so schön verlebte.






Gleiche Pferde, gleiche Reiter- wunderbares Wetter, wenn Engel reisen eben.
Mein Gesicht habe ich mir verbrannt und heute, 2 Tage später, schmerzen mir immer
noch alle möglichen Muskeln, von deren Existenz ich nur nach solchen Ritten weiß.
Es hatten sich ungefähr 40 Reiter versammelt, geritten wurde in Gruppen auf verschiedenen
Strecken zu demselben Ziel, Sternritt genannt. Wir saßen 4 Stunden im Sattel unterbrochen durch eine einstündige Mittagspause und das Tempo war zügig.
Von Großrückerswalde über Mauersberg ging es nach Mildenau und wieder zurück mit einem Schlenker gen Krummbach. Einer der 6 Mitreiter meiner Gruppe, gleichzeitig Führer von uns anderen, verdient sein Brot als Vermesser und konnte unsere geographischen Kenntnisse aufbessern. Heimatkunde und Merken von Bergenamen, bzw die Zuordnung in der freien natur am Panorama war und ist nicht so meine Stärke. Unsere Gruppe bestand aus 4 Männern und 3 Frauen, eine Verdrehung der Realitäten der Reiterwelt, aber sehr angenehm es einmal so zu erleben. Zu den schönsten Momenten, abgesehen von dem allzeit präsenten wunderschönen Blick aufs Gebirge, war die Tatsache, dass Haflinerreiter gern belächelt werden und chronisch unterschätzt noch dazu. Meine Frage vor einer längeren Galloppstrecke ob wir nacheinander galloppieren müssten wurde belächelt(ich ritt zu dem zeitpunkt als Letzte). Das Lachen hörte auf
als mein Malwin den zwei Männern vorndran mit ihren Großpferden Beine gemacht hat und sie richtig arbeiten mussten den in ihren Augen unhaltbaren Überholspurt zu korrigieren. Die Spitze wurde uns zwar nur kurz gegönnt, aber sie mussten sich sichtlich anstrengen mein Tempo zu topen. Und da unsere zwei Hafis bis zum Ende des Rittes den Großen in nichts nachstanden, im Gegenteil, die Letzten waren wir nie und die zwei Blonden liefen fleissig bis zum Schluss, da lässt man sich anerkennende Worte schon mal gern gefallen.







Talsperrenritt

Lengefeld ist umgeben von 3 Talsperren.
Die kleinste davon lässt sich mit wenig Aufwand zu Pferd erreichen und umreiten.
Meine Freundin und ich haben den letzten Ritt dahin festgehalten und uns auch noch
kulturell interessiert neben einem Denkmal wo kein Mensch weiß was das nun ist,
hinposiert.
Das Wasser aus den Sperren geht übrigens nach Chemnitz, dort trinkt man das.
Lengefeld lässt sein Wasser von weiter weg gelegenen Sperren kommen- welcher logistischen Überlegung das entspringt, weiß ich nicht.