Dienstag, Mai 06, 2008

Wanderritt oder wenn Engel reisen



Es ging wieder auf ins schöne Großrückerswalde wo man die Fuchsjagd bereits so schön verlebte.






Gleiche Pferde, gleiche Reiter- wunderbares Wetter, wenn Engel reisen eben.
Mein Gesicht habe ich mir verbrannt und heute, 2 Tage später, schmerzen mir immer
noch alle möglichen Muskeln, von deren Existenz ich nur nach solchen Ritten weiß.
Es hatten sich ungefähr 40 Reiter versammelt, geritten wurde in Gruppen auf verschiedenen
Strecken zu demselben Ziel, Sternritt genannt. Wir saßen 4 Stunden im Sattel unterbrochen durch eine einstündige Mittagspause und das Tempo war zügig.
Von Großrückerswalde über Mauersberg ging es nach Mildenau und wieder zurück mit einem Schlenker gen Krummbach. Einer der 6 Mitreiter meiner Gruppe, gleichzeitig Führer von uns anderen, verdient sein Brot als Vermesser und konnte unsere geographischen Kenntnisse aufbessern. Heimatkunde und Merken von Bergenamen, bzw die Zuordnung in der freien natur am Panorama war und ist nicht so meine Stärke. Unsere Gruppe bestand aus 4 Männern und 3 Frauen, eine Verdrehung der Realitäten der Reiterwelt, aber sehr angenehm es einmal so zu erleben. Zu den schönsten Momenten, abgesehen von dem allzeit präsenten wunderschönen Blick aufs Gebirge, war die Tatsache, dass Haflinerreiter gern belächelt werden und chronisch unterschätzt noch dazu. Meine Frage vor einer längeren Galloppstrecke ob wir nacheinander galloppieren müssten wurde belächelt(ich ritt zu dem zeitpunkt als Letzte). Das Lachen hörte auf
als mein Malwin den zwei Männern vorndran mit ihren Großpferden Beine gemacht hat und sie richtig arbeiten mussten den in ihren Augen unhaltbaren Überholspurt zu korrigieren. Die Spitze wurde uns zwar nur kurz gegönnt, aber sie mussten sich sichtlich anstrengen mein Tempo zu topen. Und da unsere zwei Hafis bis zum Ende des Rittes den Großen in nichts nachstanden, im Gegenteil, die Letzten waren wir nie und die zwei Blonden liefen fleissig bis zum Schluss, da lässt man sich anerkennende Worte schon mal gern gefallen.







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