Montag, Juli 12, 2010

Nachtbaden und die Gretchenfrage mal anders

Ich vertrag das Wetter täglich schlechter, kommt´s mir vor.
 Freitag Abend war bis 23.00 das Freibad auf- da haben wir spontan einen Babysitter in Form meiner jüngsten Schwester (14) gefunden und uns kurz davon gestohlen. Sind da fix 20 Minuten zusammen geschwommen- mehr passte nicht in die vereinbarten 45min Gesamtabwesenheit.  Der Kleine war unleidig und sie sollte auch selber noch mit Freunden schwimmen gehen. Aber das war toll. Kommt eigentlich nicht vor, dass wir zu zweit ohne Kinder schwimmen können. Es war 21.00 und dennoch ganz warm in der Luft, nicht schlecht.

Samstag waren wir im Erlebnisbad (Freibad, nicht drinnen) Mulda. Das erste Mal. Empfohlen von Freunden.
Dort gibts eine Riesenrutsche und mehrere Becken. Eins für die Kleinen. Halbe Stunde Fahrt bei der Hitze. Aber es hat gelohnt. Wenig Platz ums Handtuch, trotz viel Liegefläche, viele die sich Abkühlung verschaffen wollten.
Der große war begeistert, er ist fast die Ganze Zeit mit Papa gerutscht. Er vorneweg, Papa hinterher. Später dann sogar auch die Tochter mit Papa zusammen. Sie wollen wieder dahin. Na wenn der Sommer so weiter geht, wird es sicher noch mal werden.

Mein Pferd wird jetzt ab und zu mit Pfefferminöl (als Trägeröl hab ich Jojobaöl genommen) eingesprücht, wegen der Bremsen und Fliegen. Es scheint zu helfen. "Mama du riechst Zahnpasta"- Kommentar unserer Tochter.

Noch ein Gespräch vom Sohnemann. Wir waren gestern zu einer Taufe. Die Eltern sind bei uns im Hauskreis. Wir treffen uns donnerstags 20-22 Uhr.

"Mutti, meine Freunde sind alle evangelisch- nur ich bin katholisch"
  Ich: "Ich denke die meisten sind gar nichts"
"Zu den Evangelischen kommt der Weihnachtsmann, zu mir das Christkind."
Denkpause: "und die gar nichts sind, da kommt gar nichts"
Ich: .... (ich bin dann immer gar nicht so schnell im Kopf)
Mein Mann hat das dann irgendwie gerade gebogen.
 Er ist sehr direkt, eigentlich ja auch gut so. Aber ich möchte auch nicht, dass er seine Spielfreunde verprellt.
Die meisten sind hier in unserer Gegend ja tatsächlich konfessionslos. Meine beste Freundin auch.


Wir stehen gerade vor der Entscheidung wegen dem Religionsunterreicht. Die Stunden sind ja im Stundenplan meist mittendrin.
Katholischer Unterricht ist mit Fahrerei nach dem Unterricht jeden zweiten Dienstag verbunden.
Mir graust es da etwas. Alle zwei Wochen auch bei Glatteis fast eine halbe Stunde je Strecke zu fahren.
Erst dachten wir wir schicken ihn mit in evangelischen Reliunterricht. Letztendlich wird er wohl die Stunde zwiscendrin eh mitmachen, wie soll es sonst gehen, heimkommen lohnt nicht für die kurze Zeit. Wir wohnen am anderen Ortsende.
Nun hat er selber aber festgestellt, dass er aus der Rolle fällt. Vielleicht sollten wirs doch irgendwie organisieren mit der Fahrerei. Im Ort ist kein einziges Kind seines Alters katholisch. Schwierige Sache für mich.

3 Kommentare:

dicke, alte Frau hat gesagt…

Liebe Katharina, frag ihn doch einfach, ob er da nicht zusammen mit seinen Freunden hin will. Und natürlich nicht, ohne die Umstände und den Mehraufwand für ihn selbst zu erwähnen und nett austzschmücken.
Ich finde, egal in welchen Unterricht geht, wichtig sollte vor Allem die Wertevermittlung sein. Vielleicht will er ja gar nicht immer hin und her kutschiert werden.
Ganz liebe Grüße, die Christiane

Muschelsucher hat gesagt…

Hallo,
wir hatten alle unsere evangelischen Kinder in einem katholischen Kindergarten, obwohl es hier eigentlich zu 90 % evangelsich ist. Das hat ihnen nicht geschadet ;-) In dem Alter macht sich der Unterschied nicht so bemerkbar.

Auch das, was ich im Reli unterricht ind er Schule mitbekommen habe, dürfte zwischen evangelisch und katholisch kaum einen Unterschied machen.

Ich würde ihn da mitmachen lassen und weiterhin in Eurer Gemeinde in den Kindergottesdienst gehen lassen.

So entfällt die lästige Fahrerei, er ist mit seiner Klasse zusammen und auf der weiterführenden Schule würde ich neu überlegen.

Da einige Kinder zur Erstkommunion bei uns gegangen sind, wurde das auch im evangelischen Unterricht abgehandelt und erklärt.

Ich würde das nicht so eng sehen. Aus der Reihe fallen Kinder eher, die aus Kirchgänger Familien kommen, aber da ist die Konfession egal.

Liebe Grüße

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Ich würde mir das mit der Fahrerei auch gut überlegen. Denn das heisst ja für eine lange Zeit, bei Wind und Wetter.
In den ersten Jahren ist zumind. hier noch kein so großer Unterschied.
Viele Grüße
Elisabeth