Denn in Katalonien ist zwar vieles zweisprachig ausgelegt- aber nicht etwa englisch! Nein katalonisch und spanisch! Die Katalanen sind schon ein spezielles Volk, nicht unfreundlich- aber schon sehr stolz.
Dieses Katalonien war also unser Urlaubsziel. Reichlich 1800km Fahrt. Wir waren verrückt. Das schon mal dazu. Passiert nicht gleich wieder. Aber man muss es mal erlebt haben.
Ins Auto (Renault Megane Kombi) gepasst hat alles besser als gedacht, trotz Kinderwagen, Bettwäsche, Handtüchern usw- dem neuen Dachgepäckträger sei Dank! Einzig unser Großer hatte wenig zu lachen, er saß eingezwängt auf seinem Sitzkissen zwischen den Kindersitzen der beiden kleinen Geschwister.
das Ferienhaus, gemietet von einer Familie aus Sinsheim. Es hatte zwei Schlafräume und einen großen Wohnraum, eine kleine Küche und ein kleines Bad. Das dazugehörige Grundstück schätze ich auf 250qm. Dank Vorsaison finanziell im Rahmen gewesen. Zum Strand warens ca. 1500m- wir sind 25min mit den Kindern gelaufen- Kinderwagen und alles mögliche an Gepäck ließ es nicht anders zu, Luftlinie wäre der Weg viel weniger, aber die Bahnlinie mitten durch den Ort ließ uns lange Strecken laufen bis zur Unterführung.
WM- Fieber, mein Mann hat sich gefreut, dass er die Mittags-WM-spiele in der Schlafenszeit der Kinder ansehen kann.
Im Hafen von Gambrils gabs viel zu sehen, laut Reiseführer ist der Fisch dr dort nachmittags mit den Flotten einläuft sehr gefragt und hat in Barcelona auf den Verkaufsramblas erste-Klasse- Ruf.
Unser "Basislager" am Strand.
Ausflug ins Hinterland. Unser Großer, sonst ohne Reiseübelkeit bekam das große K ******. Haben wir einmal und nie wieder gemacht. Kurven satt, sowas haben wir noch nie erlebt und wir kommen aus dem Bergland und waren schon viel unterwegs. Da waren Südfrankreichs Kurven auf die Katharer- Burgen ein Lacher dagegen.
Wir sind ewig gefahren ohne nennenswerte Zivilisation anzutreffen. Ich wollte gern nach Siurana. Dort ist eine Festung welche fast uneinnehmbar war früher. Ja nun wissen wir warum. Die feindlichen Reiter sind auf dem Weg dahin sicher ins Grübeln gekommen ob das alles Sinn ergibt...Wir habens dann aus der ferne gesehen uns uns nicht hingequält weiter- nicht zuletzt weil unser Tank bedenklich aussah und sowas wie Tankstellen gabs auf der Strecke aus genannten Gründen nicht. Ich weiß nun auch warum auf manchen katalonischen Karten des Hinterlands die Tankstellen eingezeichnet sind. Rund um Siurana ist offenbar ein Klettergebiet, wie ich später heraus fand, na das will ich gern glauben, so wie es dort überall aussah.
Sama- Parc bei 5km außerhalb von Gambrils. Ein Marques hat sich und seiner Familie dort einst etwas gegönnt. Ein Kolonialhaus (er hat in einer der spanischen Kolonien gelebt) mit großem Anwesen. Die Welt eines Träumers, See mit Inselchen, Piratengrotte. Viel Wald und Palmen mit Aussichtsturm. Toll wars. Unser großer hat dort sogar ein Foto von uns Eltern zustande bekommen- am Muschelbrunnen.
Das Kaktusbild hat mich noch lang beschäftigt, ich bin um die Kakteen gekrabbelt und hab mir ohne es zu merken unzählige Stacheln überall geholt.
Spanische Verkehrsführung und das was man an den Straßen sah- war höchstspannend. Man beachte die 3 Masten innerhlab eines halben Quadratmeter und dazu die Kabel und den Winkel der einzelnen Dinge. Wir hätten den armen Bauarbeitern eine Wasserwaage mitbringen sollen.
Eine kleine Bucht (Cala in spanisch) etwas abgelegen, außer einem nackten Mann war dort niemand und er war wohl froh als wir wieder abgezogen sind.
Tarragona- Provinzialhauptstadt und Weltkulturerbe. O-Ton Sohn: wir waren in einer Römerstadt!
Das Amphietheater mit Blick zum Meer- ja das gefiel mir und dem Rest.
Salou- das Bademekka aller Urlauber an der Costa Dorada. Super gelungene Strandpromenade. Wir sind da mal flaniert- wenn man schon mal dort ist ;-)
Ebrodelta: Reiskammer Kataloniens (und sicher auch nicht unwichtig für Gesamtspanien). Reis soweit das Auge reichte.... Ein Tagesausflug war uns das wert.
Das musste fotografiert werden... Sie fuhren da LKW-weise Sand von A nach B. Das Ebrodelta "wandert" und das beunruhigt verständlicherweise die ansässigen. Für uns die dort vorm Heimfahren Baden wollten wars dennoch etwas komisch. Die Strände von Riumar waren fast leer, wohl vorsaisonbedingt.
Tja..eigentlich schon im Bett...
Er war fast den ganzen Urlaub krank. Die erste Woche durchweg Fieber. Daheim waren dann Zähne raus. Vor Ort waren wir in Sorge- bis hin zu verdacht auf Lungenentzündung ..er ist nachts am Husten halb erstickt..sowas hab ich bei keinem Kind bisher erlebt. Die spanischen Ärzte haben kein Englisch gesprochen, trotz Touristenhochburg, Miami Platja besteht fast nur aus Feriensiedlungen.
Ich selber war auch krank und musste dann mit Penicilin ran, da ich nachts ja auch nicht zum Schlafen kam, wegen des Kleinen. Die zweite Woche ging dann. Aber es war nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Es war schön- aber auch sehr anstrengend.
Wir fahren nicht gleich wieder so weit...
1 Kommentar:
Da habt Ihr Euch wirklich ganz schön was getraut. Die Bilder sind schön. Das von Euch beiden nur mit Kind von hinten, dass gefällt mir am Besten. Da hab ich mir noch gedacht, Du siehst fertig aus. Beim Weiterlesen, dann: aha!
Und dann zu Hause gleich wieder an die Arbeit. Aber solche Arbeiten liebe ich. Und Ihr ja auch, oder?
Ich wünsche Euch ein ganz schönes Wochenende, und Danke für die lieben Worte zu unsere "Schreckensgeschichte". Aber auch da lassen wir uns nicht unterkriegen und geniessen nun Sommer, Sonne, Wasser
Elisabeth
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