Das mag für Mitlesende ein kurioser Gedankensprung sein, aber ich mach ihn trotzdem.
Mein früherer Mathe-Leistungskurs trifft sich seit 2002 jedes Jahr bei unserem früheren Lehrer zum Grillen.
Ich habe das die letzten Jahre organisiert, dh. mit dem Lehrer Termine gesucht, diese rundgemailt und dann den besten bestätigt und erneut rundgemailt. Die Verteilung wer was macht und mitbringt ist inzwischen relativ fest, da gehts immer nur noch darum zu gucken, ob die Betreffenden das wieder so machen können. Ziemlich schöne Sache.
Durch diese einmal jährliche Rundmail erfährt man auch von den Leuten etwas, speziell denen die nicht kommen, da sie meist begründen warum.
Einer wird Papa, ein anderer ist in Afghanistan. Sachen die ich vermutlich gar nicht oder wenn erst irgendwann später erfahren hätte.
Und wenn ich das so mitbekomme, dass da Leute die ich kenne in Afghanistan sitzen- da geht mir so einiges durch den Kopf.
Ich mache demjenigen keinen Vorwurf, dass er dort ist, gar nicht.
Aber ich verstehe nicht, wie Leute auf die Idee kommen, mit Waffen Dinge zu klären.
Da hat man eine Meinungsverschiedenheit und schießt dann einfach dem Gegenüber den Kopf weg.
Klar sind die Streitigkeiten nicht so banal und einfach strukturiert, dass man sie gut und schnell lösen können wird. Aber allein dass man den Gedanken zulässt, zuende denkt und dann auch noch ausführt, nämlich andere totschießen. Das versteh ich nicht. Man kennt ja den, den man da im Krieg kaputtschießt nicht einmal. Und man selber wird möglicherweise auch kaputt geschossen. Wofür?
Wenn jeder auf der Welt sich klar machen würde, dass man egal was passiert niemals zur Waffe greift, niemals Sachen ausdenkt die andere töten oder schädigen (ich denke an Vergiftungen oä.)- dann kann das doch gar nicht so schlecht sein.
Ich weiß, auch in der Steinzeit hat man sich mit Steinen erschlagen und es war schon immer so mit der Gewalt- aber wir leben doch heut auch nicht mehr in Höhlen. Sollten wir da nicht anstatt die Steine weiterzuentwickeln, sie abschaffen? So wie wir auch das Höhlenleben nicht mehr haben?
4 Kommentare:
Liebe Katharina, Du sprichsst mir aus der Seele. Was haben wir dort zu suchen, was soll das überhaupt. Ach, wenn die Welt doch mal ohne Kriege wäre!
Liebe Grüße, die Christiane
Liebe Katharina
es ist so wahr, was Du da schreibst. Ich versteh das auch gar nicht und mit wem ich auch drüber rede, keiner hat es bis jetzt für gut befunden. Woher kommen dann die, welche dahinter stehen und auch dort sind?
Dein Kommentar bei mir hat auch ein Stück weitergeholfen.Eure Erzählungen waren genau das Richtige. Ich weiss jetzt, dass es normal ist, dass Kinder diese Themen ins Leben mit einbeziehen.
Danke, für Deine Antwort.
Viele liebe Grüße
Elisabeth
danke euch.
Und Elisabeth für dich hab ich auch noch was:
heute hatte der Opa meines Mannes, also der Uropa der Kinder Geburtstag.
Wir stiegen aus dem Auto, gehen zur Wohnung..und was sagt der Große: Na der stirbt dann ja auch bald!
Da musste ich gleich an dich denken und habe ein Stoßgebet abgeschickt, dass der junge Mann dann dem Uropa gegenüber etwas feinfühliger spricht - und man verzeihe mir, ich musste trotz meines Schrecks dann auch kurz verstohlen schmunzeln als er das so inbrünstig sagte- weil Kinder sprechen eben einfach aus, was ihnen durch den Kopf schießt
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