Samstag, Februar 28, 2009

Lottoladen

Bei uns im Ort gibt es einen Schreibwarenladen- der hat seinen Name aber schon lang nicht mehr verdient. Eher Lottoladen...
Wenn man dort einen Block Papier oder ähnliches sinnvolles erwerben will, darf man damit rechnen, ewiglang hinter Lottowütigen ausharren zu müssen, die ihre Tippscheine wohlsortiert abgeben und zeitgleich auf sehr umständliche Art neue erwerben wollen. Bevorzugt noch für die halbe Verwandtschaft mit, damit es sich für den dahinter richtig lohnt .
Ich hab ja geglaubt nicht richtig zu hören, was die Menschen des Irrsinns- anders kann ich das nicht nennen, da für Summen hinblättern. Für ein popliges billig bedrucktes Scheinchen. 18 € für den da und "ach woll´n se auch dies noch?" Und wieder 11 € weg. Na sind die noch zu retten?
Dann bin ich an der Reihe gewesen und die Dame die den Laden verlassen will entschuldigt sich noch bei mir, dass sie da so lang gekäst hat. Obwohl ich etwas angesäuert bin, lächle ich und winke ab- eigentlich tut sie mir ja leid die gute Frau. Ich verkneife mir ein "Wer soviel Geld zum Fenster rauswirft, tut mir so leid, dass ich gern gewartet habe"- soll ja nicht heißen, dass ich dem wenigen vorhandenen Einzelhandel in Lengefeld noch geschäftsschädigend gegenüber treten will.
Beim Verlassen des Ladens springt mich ein Hinweisschild an mit der Aufschrift "Glücksspiel kann süchtig machen", dazu noch ein Verweis auf eine Internetseite, die mir aber entfallen ist.
Beim Heimgehen frage ich mich, wie oft so ein Schein gekauft werden muss und wieviel Geld da im Jahr rausgeworfen wird. Weil bei der Wohlfahrt ist die Lottogesellschaft sicher nicht und die Verkäuferin muss ja auch von was leben.
Daheim stelle ich fest, dass ich den falschen Block gekauft habe. Transparentpapier statt weißem
Schreibblock. Wunderbar. Weils so schön war also Montag gleich nochmal.

Donnerstag, Februar 26, 2009

Futter?


Im Käfig sitzt Flöckchen..und noch wer...nämlich der Schnuddel. Schnuddel ist neu und ein ganz junges, kleines Meerschwein. Und seitdem Schnuddel da drin ist, sitzt der Kater oft da oben...

25

Der Abschluss meines ersten Viertel Jahrhunderts ist bereits 2 Wochen vorbei...














...Danach kam Fasching mit Ritter Gabriel und Elefant Aurelia.






...Und der Verkauf meiner geliebten Nikita. Am 15. März bringen wir sie nach Görlitz. In Zeiten, wo man froh ist über jeden Tag der vorbei ist, fallen einem überfällige Entscheidungen wohl leichter.

Mittwoch, Februar 04, 2009

Linker Kochlöffel...

...oder auch...ich am Herd. Na gut ich übertreibe- aber nur bisschen- denn ich habe mich schon enorm gebessert. Dank Wissbegier und kontinuierlichem Ehrgeiz.

Momentan krempelt sich mein Magen bei vielerlei Speise um, fertige Soßen oder Zeugs wo man noch dies und jenes dazu tut damit es sich "Gericht" nennt- kurz Maggi und Konsorten- geht gar nicht. Ja und dann ist guter Rat teuer. Improvisieren? Soweit geht meine Riskikofreude und Geduld dann doch nur gelegentlich.

Ich hab da was entdeckt- zugegeben, ich habs schon mal eher von wem gehört, aber nie in Erwägung gezogen, aber in der Not...

www.chefkoch.de heißt mein Retter. Brauchbarer als gedacht!

Erst gestern gabs einen superleckeren Auflauf- dank dieser Neuerung in meinem Nachschlagrepertoire.

Donnerstag, Januar 29, 2009

Höppe mit Kola und nur gestorben

Neulich Sonntag...Eine gefrorene Forelle im Ausguss. Töchterlein klettert auf den Stuhl und bemerkt begeistert: "Oh Höppe!"
Wenig später am Tisch wünscht sie "Kola" (Cola) und nickt eifrig als sie die einzige auf dem Tisch stehende Flasche, inhaltlich Birnennektar, ausgeschenkt bekommt.
Glaubt man ihr- so gabs bei uns am Sonntag Robbe mit Cola- das hat nicht jeder.

Abends schicke ich Sohnemann ins Bad mit den Worten: "Mach deine Ohren sauber, da wachsen ja schon Pilze". Er ist empört. "Es gibt auch giftige Pilze!" Das kann ich nur bejahen. Er erklärt mir dann, dass Fliegenpilze giftig sind und man davon umfällt.
Ich füge an: "Und dann ist man tot"
Er: "Gar nicht wahr! Nur gestorben!"

Mittwoch, November 19, 2008

Herbst, Regen Trallala

Ungemütliches Schmuddelwetter...ein Tag für den Kamin, wenn man einen hätte.
Das Leben plätschert so dahin, ziemlich flach ohne große Aufregung. Ich habe Urlaub, der ist schon wieder halb vorbei.
Wenn ich unzufroeden bin, weil auf den ersten Blick nichts spannendes geschieht, maßregel ich mich bisweilen genauer hinzusehen.

Ich habe überlegt die Arbeitsstelle zu wechseln, bleibe nun aber mit dem Wissen im Mai einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu bekommen. Ich könnte auch mehr Stunden gehen, es liegt bei mir, das wiederum nenn ich komfortabel. Momentan leb ich mit 0,7 Stelle aber gut, finazielle Verbesserung ist nicht alles im Leben. Die Alternative, planbare Wochen ohne Schichten, sofort unbefristet war verlockend, nun aber aus dem Kopf verdrängt.

Weihnachtsgeschenke habe ich fast schon beisammen, habe den Urlaub genutzt zum Einkausbummel in Chemnitz. Bin dabei nicht an der Buchhandlung vorbei gekommen und erstand auf diesem Wege mehrere Bücher. Neuerscheinungen von Coehlo und Gavalda, sowie ein Buch von Dostojewski, das natürlich nicht neu.

Ein schöner Mexicanerbesuch mit einer Freundin.

Kinobesuch mit Gemahl und Freunden- geschaut wurde der Baader-Meinhoff- Komplex (hat mich sehr weitergebildet übrigens).

Nicht zu vergessen erst jetzt vor 3 Tagen ein Tanzabend, genauer noch eine Schlemmerparty im großen Saal in Chemnitz. Mittlerweile besuchen wir ja den Goldkurs, jeden Dienstag 19.00-20.30, bis Weihnachten noch. Slwo Fox wir kommen. Tango, Chachacha, Discofox und Samba sehen richtig gut aus mittlerweile. Manche hassen Tango, ich liebe ihn mittlerweile- gehört neben Chachacha und Discofox auch zu unseren Paradestücken. Worüber man nicht nachdenken darf, wieviel Geld wir innerhalb der letzten 13 Monate in dieses neugewonnene Hobby investiert haben. Es macht viel Spaß, der Anspruch ist gestiegen und ich werde dem mitunter nur noch schwer gerecht. Übung macht den Meister, mit Taktgefühl wird man allerdings geboren. Eines Tages, vielleicht nun nicht mehr ganz so fern, möchte ich den Paso Doble schon noch lernen.

Die Pferde sind allgegenwärtig, so dass man sie manchmal als Last statt als Freude empfindet.
Und dennoch haben sie einen hohen Stellenwert und ich mag sie nicht missen.

Zuvorderst die Kinder, man kann von Monat zu Monat mehr mit ihnen unternehmen. Schöne Fensterbilder mit Igel und Wichtel haben wir neulich gebastelt. Das erste Fahrrad wurde ebenfalls erstanden.

Nach solchen Bestandsaufnahmen bin ich wieder zufriedener mit mir und meinem Leben.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Normal

Normal ist ja wirklich sehr sehr relativ.
Nach so einem Arbeitswochenende frage ich mich allerdings, wieviel Normalität ich vertragen kann und vor allem wie lange.
Egal wo man hinkommt, sofort seinen Vorteil rausschlagen und möglichst viele auf seine Seite bringen wollen, gegen jegliche Vernunft oder Absprache. Soviel wie möglich im Untergrund am Laufen haben, nach dem Motto was keiner sieht kann mir nicht angerechnet werden.
Und auf die Frage hin, obs noch geht, folgendes antworten:
Das ist doch normal, dass mans so macht.
Leute gegeneinander ausspielen, wenn man zu faul ist Konsequenzen aus seinem Verhalten zu ziehen und wenn diese dann dahinter kommen zu sagen, na ich hab das halt so gemacht.
Bevor man einen Handschlag tätigt erst zu fragen, was es einem selber bringt, ja nie bis danach warten ob es möglicherweise positive Reaktionen oder gar eine Belohnung gibt.
"Ja" sagen und kaum aus dem Sichtfeld "Nein" gelten lassen.
Eigentlich ist fast nichts wie es scheint. Einmal dumm gestellt reicht sowieso fürs ganze Leben.
Jeder Satz wird mit "Alter" begonnen oder beendet, alles andere wäre ja ausgemachter Blödsinn. Schimpfworte, selbstredend aus der Fäkal- oder Gossensprache, kommen über die Lippen ohne mit der Wimper zu zucken.
Ja, ne ist klar, jetzt fällts mir wieder ein, das ist alles normal und nur ich mach da was verkehrt, wurde schon so retardiert geboren.