Sonntag, März 30, 2008

Kabarett

Ich bin noch ganz müde...man hat mir ja auch eine volle Stunde gestohlen...2.30 Uhr gabs letzte Nacht einfach nicht.
Mein Bauch ist auch irgendwie noch voll...zuviel Eis und heiße Schokolade. Angenehm diese rauchfreien Bars...
Und ich möchte ehe ichs vergesse einen Satz aus der gestrigen Vorstellung anbringen:


"Wir haben doch keine Beziehung! Wir sind
verheiratet!"




Dienstag, März 18, 2008

Sucht

Ich wollte schon lange etwas schreiben- was sinnvolles, etwas was interessiert. Oder zumindest etwas, woran ich Freude habe.Auch heute- nun tun mir aber meine Lippen so weh- ich schätze ich habe mal wieder zu lange viel zu wenig getrunken. Sie springen auf und ich knaubel mit den Zähnen die Haut ab, selbst das geht nicht mehr wie früher. Die neuen Kronen eignen sich dazu nicht.

Ich muss aufhören mit spielen.

Der Gedanke durchstreift mein Gehirn.Neulich als ich in der Badewanne lag, mit einem Buch und einem HamburgerRoyal Ts vom MacDrive- da erschien mir alles wunderbar und einfach. Das sind so Glücksmomente wo ich dieses verfluchte WoW Abo einfach bamelden könnte. Aber Gefahr..ist es nicht durchdacht endet es wie letztes Mal. Und man macht sich dann ja auch lächerlich.Ich könnte richtig viel schlafen und ddavor lesen. Je mehr der Wunsch danach wächst, umso mehr will ichs auch schaffen.Wenn ich auf Arbeit gehe und gereizte Jugendliche mit Suchtdruck aushalten muss, dann weiß ich- ich bin genau so. Besser strukturiert, das ist mein Glück- aber ansonsten, es nimmt sich vom Grundprinzip her nichts. Die Substanz ist anders- aber der Mechanismus ähnelt.Ich bin darüber unglücklich- warum machen Menschen Sachen die ihnen schaden?Weil sie einen Gewinn davon haben, kurzfristig, immer wieder, zwar mit immer höherem Aufwand...aber trotzdem einen Gewinn.Indem man seine Süchte bekämpft muss man bereit sein die Wurzel des Übels mitaufzudecken und dann auch auszuhalten. Aufhören davonzulaufen- sich dem Selbst stellen,und wenn mans schon längst begonnen hätte wäre man schon viel weiter...und das frustriert ...Nur weil man in etwas viel gesteckt hat noch mehr hinein stecken...es ist widersinnig.

Nun gut es ist nichts interessantes geworden, aber die Gedanken aus meinem Kopf sind herausgepurzelt...immerhin.

Montag, Dezember 31, 2007

Wir waren gestern zum Essen spielen- Ihr Antrag wird abgelehnt













vorher - nachher

Es weihnachtete sehr und man wollte den neuerhaltenen Reichtum schnell wieder los werden.
Wo tut man das? Ikea ist eine gute Adresse. Diverse Spielzeugläden ebenso.
Wunderschöne Holzstühle, einer für uns ein kleines Vermögen, mit Sitzkissen wurden erstanden- Ingolf Antikbeize, für den Auskenner. Nicht so dunkel wie es klingt, nein angenehme Farbe und dank waschbaren Sitzkissen pflegeleicht. Mit zwei Tüten leckerer, rustikaler Chips, diversem Kleinkarm an dem ich nicht vorbeilaufen konnte, den Stühlen und zwei Kindern die man leider nicht abgeben konnte, weil die Kinderaufbewahrung überfüllt war, verließ man die Lokalität wieder.
Ein Sportwagen- in schrecklichem Neudeutsch Buggy genannt- für das Töchterlein, der Kinderwagen hat vor Weihnachten vollends den Geist aufgegeben wurde im Spielemax erstanden und nachdem der Laden verlassen werden konnte ohne größeres Geschrei und Verlust keines Kindes wollte man sich vom Restgeld noch den Bauch voll schlagen.
Diese allbekannte Fastfoodkette hat ihre Lager gegenüber von Ikea aufgeschlagen, so ging es also dahin.
Es gibt so "Familienzimmer"- Machart wie die zukünftigen Raucherterarien, schätz ich mal. Verglast und schön abgeschlossen. Aber wir konnten in Ruhe Essen, dank Kinderrutsche und riesiger Stoffbausteine. Einer anderen Familie war die Tochter von der Sitzbank gekippt und sah etwas lädiert aus- so ganz ausgereift sind diese lehnenlosen Gestelle also noch nicht. Aber "wir waren zum Essen spielen" und haben "Cola gebläst". Strohhalme sorgen für große Begeisterung bei unseren Kindern.

Heute gab es den ersten von mir selbst zubereiteten Karpfen. Es war kinderleicht und hat lecker geschmeckt.
Sohnemann war den Karpfen mit kaufen- was für ein Fest. Die Fische werden frisch gefangen aus dem Teich und vor Ort getötet und ausgeblutet.
Erschreckenderweise hüpfen die Karpfen beim daheim putzen noch lustig umher als ob sie leben. Dass er nicht mehr schwimmen kann, war für den kleinen Kerl nicht nachvollziehbar. Ich erklärte ihm dass der Fisch gestorben ist und Tote nichts mehr tun können. Am Esstisch nach dem Herausholen aus der Backröhre dann meinte Sohnemann dann zum Karpfen "Nun bist du gestorben".
Hm. Alles nicht so einfach für so ein kleinen Mensch.

Noch etwas verrücktes, ich erhielt am Samstag ein Schreiben vom Amt für Familie und Soziales. Beim Öffnen hielt ich nur ein Blatt in der Hand, anstatt der gewohnten 3. Das konnte nichts Gutes heißen. Auf so wenig Blatt bekommt diese Behörde doch niemals eine Berechnung hin.
Beim Lesen vertiefte sich der Schreck noch "Ihrem Antrag zur Neufeststellung des Erziehungsgeldes wird nicht statt gegeben". Mein Gehirn arbeitete sehr langsam, es folgte eine Begründung die mir den Paragraph herbetete wann Gelder gekürzt werden.
Schlussedlich schloss das Schreiben mit dem Satz: "Es bleibt bei der Entscheidung vom 22.08.2007". Ich kanns noch immer nicht glauben, erst wenn ichs auf dem Konto sehe. Am 22.8.07 wurde mir voller Anspruch an Erziehungsgeld bescheinigt. Seitdem ich arbeite ist die Zahlung jedoch gestoppt. Nun dürfte es im Januar eine Nachzahlung regnen und bis Ende September weiterhin volles Erziehungsgeld. Die Welt ist schön.

Und noch etwas, schon vor Weihnachten geschehen. Wir sind am dritten Advent nach Dresden gefahren, um lang von mir herbei gesehnt, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Stallhof endlich einmal am Wochenende zu erleben.Die letzten Jahre waren wir immer unter der Woche zu dem Spektakel. Cultus Ferox nannten sich die Spielleute, welche auftraten, trafen ganz meinen Geschmack. Bisschen Dudelsack, bisschen Schlagzeug, bisschen Gesang, mittelalterlich angehaucht. Das Ambiente, von Holz und Fackeln erzeugt passte wieder. Warum ich aber überhaupt davon erzähle- der Besuch hat schon fast was historisches. Es war der Vorabend von dem Tage der in die Geschichte gehen wird als der Tag an dessen Morgen der halbe Markt abbrannte.

Sonntag, November 25, 2007

Ein Mensch erster Klasse

Wenn Du einem geretteten Trinker begegnest,
dann begegnest Du einem Helden.
Es lauert in ihm schlafend der Todfeind.
Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche
und setzt seinen Weg fort durch eine Welt der Trinkunsitten,
in einer Umgebung, die ihn nicht versteht,
in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält,
in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen,
als auf einen Menschen zweiter Klasse,
weil er es wagt,gegen den Alkoholstrom zu schwimmen.
Du sollst wissen:
Er ist ein Mensch erster Klasse.

Friedrich von Bodelschwingh

Meine neue Arbeit belastet und bereichert mich zugleich.
Ich finde hoffentlich bald Zeit dazu mehr zu schreiben.
Ausgegorene Worte, dazu fehlt mir derzeit die Mußestunde.

Samstag, November 10, 2007

Teddywauwau

Das ist Teddywauwau- wie Töchterchen zu sagen pflegt- eigentlich aber Butzemann, ein norwegischer Waldkater, etwa 3 Monate alt und seit einer Woche neues Familienmitglied.
Sehr reinlich- nur sein Futter stinkt schrecklich.
Leider ist aus dem Teddywauwau mittlerweile eine "Tatze" geworden.
Er besticht jedenfalls durch sein wuschliges Fell und seine blaugraue Farbe. Alleine ist er ungern und sobald man zur rein kommt schnurrt er wie wild.



Donnerstag, Oktober 18, 2007

Ein Spruch, verewigt auf einem Holzbrettchen, hängt auf meiner neuen Arbeitsstelle.



Lerne dulden, lerne ertragen, lerne opfern, lerne entsagen, lerne schweigen und vergeben, denn erst dann hast du gelernt zu leben....



Die Drogennachsorge Pfaffroda- wers genau wissen mag, vielleicht schreibe ich dazu bald etwas, nach meinem ersten Wochenenddienst.

Sonntag, Oktober 14, 2007

Fuchsjagd 2007

Und es war sooooooo schön... Viele Pferde, viele nette Menschen, Sonnenschein und wundervolle Hindernisse, das Halali der Jagdhörner und am Ende wohltuende Erschöpfung die mich zufrieden sein lässt.












6.30 aufstehn am Sonntag- was man nicht alles tut

Bei Minus 1 Grad haben wir die Hafis auf Hochglanz poliert, die Schweife gewaschen und 8.30 Uhr wurde verladen.

Malwin- ein Prachtkerl in jeder Hinsicht- ging wunderbar auf den Hänger. Seine Mutter- stur wie Ochse- sah das gar nicht ein. Wir gewannen den Krampf und 9.00 gings dann los. Des Autos Anhängelast überladen, aber macht ja nix, denn: guck mal da vorne, die haben auch soviel angehängt und das Auto ist viiiiel kleiner.

10.00 Uhr dann Jagdbeginn mit einer amüsanten Rede über die Regeln- Absitzen nicht vorm Master, ihn überholen schon gar nicht, wer rauchen muss dann aber bitte aus der Pfeife und trinken bitteschön mit links. 6 Kutschen standen parat, vollgeladen mit Schaulustigen, die wiederum mit Kaffeekannen und allerlei Likören und anderem was die Fahrt versüßen kann, anrückten.


30 Reiter zählte das Feld, bunt gemischt aus Jüngeren und Älteren, sogar Herren wagten sich hin, mehrere und einer sehr vorlaut. Das Jagdgericht hat ihn dann dafür löhnen lassen.


Relativ zeitig entledigte sich ein Pferd seines Reiters. Es ist fast obligatorisch, dass einer unfreiwllig absteigt, solange mans selber nicht ist und womöglich beim Springen wenn man dann überrannt wird- ist sogar das interessant anzusehen. Der Master gab sich alle Mühe das eine oder andere Vergehen heraus zu kitzeln- sollte ja später möglichst jeder zur Kasse gebeten werden.

Eine ausgedehnte Mittagspause unterbrach die spannende und bei wirklich strahlendem Sonnenschein statt findende Hatz über Felder und kunstvoll aufgebaute Hindernisse.

Der Abschluss der Jagd dann gegen 14.00 mit dem Fangen des Fuchsschwanzes. Um die Sturzgefahr zu begrenzen und die Chancen etwas auszugleichen, wurden die Klein- und Großpferde getrennt losgeschickt. Aufgespießt auf einem Stock der Fuchsschwanz auf freiem Feld, etwa 300m Galoppstrecke und man konnte den Sieg erringen. In unserem Feld rieß einer ab und ließ fallen um sich den Sieg unter den Nagel zu reißen musste man nun also schnell sein Pferd verlassen und ihn aufheben. Der abgerissene Fuchsschwanz landete direkt neben mir, leider hatte ich zu große Sorge von den Nachkommenden überrannt zu werden und habe mir die Zeit genommen zu wenden um abzuspringen, jemand anderes war mutiger.


Der Fotograf bastelte alle 30 Pferde umständlich und langwierig auf wenige Quadratmeter um dann zu verkünden, dass alles gar nicht so wichtig sei, sondern nur Kulisse für den Sieger.
Na mal sehn wie die Kulisse in der Zeitung morgen aussieht.

Das Jagdgericht war Anlass für alle sich in der Reithalle bei Kaffee und Kuchen einzufinden. Jeder wurde bedacht ob Kutschenpassagier, Kutscher oder Reiter. In Geld und einer Aufgabe zur Belustigung aller konnte man sich frei kaufen.

Das Verladen von Nikita war ein Kunststück- es gelang, aber sicherlich sind die Lengefelder nun die Tierquäler Nummer 1, wir haben sie auf den Hänger geprügelt. Nicht mal auf den wo Malwin stand- der auch da wieder anständig hinaufkraxelte, letztendlich beliebte es ihr lieber in den Viehtransporter von Bekannten einzusteigen. Na besser als nichts, heimreiten wollte ich nicht unbedingt.


Schön wars- nächstes Jahr wieder, vielleicht.

Die Einweihung des neuen Sattels, ein Traum von Sattel übrigens, vervollständigte den Tag.


das sind die Helden,
sprich meine Freundin(Bild mit Kappe) und ich mit den Vierbeinern