Samstag, November 06, 2010

Oscar und die Dame in rosa

Ich habe eine Freundin, welche ich auf der Hochzeit meines Cousins vor 6 1/2 jahren kennen gelernt habe, obwohl wir eigentlich nur paar Häuser auseinander wohnten.
Wir waren damals beide 4 Wochen vor der Entbindung unserer Kinder. Beides Jungs die nun zusammen die erste Klasse besuchen, zusammen in Fussball gehen und jeder für sich den anderen zum besten Freund ernennt.

Jetzt habe ich 3 Kinder und sie hat am 11.11. Entbindungstermin ihres dritten. Wie bei uns Junge-Mädchen- Junge. beide Männer selbstständig. Es gibt schon einige Paralelleln. An sich sind wir aber sehr sehr verschieden.

Es ist zu kleiner Tradition geworden, kurz vorm Entbinden nochmal schnell zusammen ins Kino zu gehen.
Dazwischen schaffen wirs auch irgendwie nicht. Wir waren so letztes Jahr vor Valentins Geburt und dieses Jahr haben wir es ganz knapp gemacht. Donnerstag Abend, also 1 Woche vorm Termin hats endlich geklappt.
20.30 ging der Film los, ihr Mann noch auf Montage, es hat aber alles geklappt und 19.50 sind wir losgedüst.

Ich hatte 2 Filme die mich interessierten und die auch halbwegs ins Zeitfenster passten rausgeguckt, der Goethefilm und "Oscar und der Besuch der Dame in rosa".
Sie entschied sich für letzteren.
Wir kamen 5 Minuten vor halb an, eine lange Schlange, nur eine Kasse auf. Ganz toll.
Aber wer will schon Werbung sehen.
Außer uns hatte der Film noch 4 Zuschauer. Eine karte kostete nur 5,40€ (ich hab gar keine Relation mehr, hatte aber irgendwie mehr befürchtet). Dasselbe haben wir in Fressalien investiert und selbiges habe ich beim Setzen erstmal umgeschmissen- warum haben die auch keine Ablagen.

Lange Rede kurzer Sinn- wir hattens geschafft.

Der Film war sehr gut, ganz schrecklich traurigschön.
Oscar ist 10 Jahre alt und hat Krebs. Keiner lacht mehr über seine Späße und keiner, auch die Eltern nicht, sagen ihm dass er bald, ganz bald sterben wird.Oscar hört es jeddoch zufällig aöls die Eltern außer der Reihe zu Besuch kommen, sie verleugnen sein nachfragen jedoch und so hüllt er sich in Schweigen.
Die Dame in Rosa stößt zufällig mit ihm zusammen und sie will Oscar sehen, als er mit keinem sonst mehr sprechen möchte. Eine grummelige Pizzabotin, die ihn schon fast rücksichtslos behandelt. Vielleicht war das ausschlaggebend für ihn.
Die Dame in Rosa schlägt ihm vor jeden Tag so zu erleben als würde er 10 Tage altern.
Außerdem schlägt sie vor, Briefe an Gott zu schreiben. An den glaubt Oscar nicht, aber er versucht es dann doch. Die Dame in Rosa lässt sie an einem Luftballon in den Himmel steigen.
Nach seinem Tod findet man auf seinem Nachttisch eine Karte mit der Aufschrift "nur Gott darf mich wecken".
Ein französischer Film, die sind ja sowieso "anders". Ich mag sie aber meist. hatten wir aber beide im Vorfeld nicht registriert, beim Vorspann fiels dann auf.

Ein Film durchweg an der Heulgrenze, versetzt mit Komik.

Keine Kommentare: