...nun zum dritten und letzten Streich für heute..wollte das aber nicht alles zusammenwürfeln...
heute ist auch wieder tolles Wetter und ein bisschen ärger ich mich heute nachmittag auf Arbeit zu müssen.
Aber ich habe es ja so gewollt.
Ich überlege auch die letzten 4 Wochen immer wieder, ob ich das als Abschluss im Drogenprojekt betrachte.
Bis Mitte Juni läuft der Honorarvertrag (geht momentan, da ich übers Elterngeld krankenversichert bin)- länger wäre kein Problem gewesen. Unser Urlaub und die anstehende Einschulung und die finanziellen Einbuße beim Elterngeld, haben mich aber dazu bewogen, dass es so genügt.
Ich hoffe, bis Ende Juni entspannt sich die Personallage, dann leb ich auch ruhiger.
Die Frage ist nu, ob ich im Herbst wieder weitermache stundenweise oder ob ich bis Februar nächstes Jahr (ich hab das Elterngeld gesplittet auf 18 Monate) einfach alles abblocke. Dann brauch ich aber dringend paar Stunden irgendwo einen Arbeitsvertrag, da mein Göttergatte durch seine Selbstständigkeit ein kleines Vermögen hinblättern müsste, mich und die Kinder mit zu versichern. Da ist paar Stunden arbeiten und selber versichert sein, die bessere Wahl.
Eins steht fest, egal wie, der Kleine kommt nicht in die Kindergrippe.
Mehr als ein Tag eher heimkommen schafft der Herr Papa aber nicht, also gehts nur 1 Tag und /oder Wochenende oder nach 17.00 Uhr(selbst das ist dann stressig).
Das Drogenprojekt gefällt mir, aber mich beschleicht auch ab und zu Angst. Ich weiß nicht ob ich wieder Nachtdienste machen möchte. Was heißt möchte, gebraucht fühl ich mich dort- aber manchmal kommt es mir wahnsinnig vor. Die Packete, welche die Klienten mitbringen werden immer schwerer, verzwickter und manchmal stell ich mir die Frage, was ich als Sozialarbeiter bei psychiatrischen Bildern ausrichten kann und was ich in unvorhergesehenen Situationen denn da tun kann. Psychosen, Schizophrenie, Borderline, undefinierte Sachen...verbunden mit entsprechenden Medikamenten, die ich kaum einschätzen kann... Aber wer sonst würde sie aufnehmen, soviele Möglichkeiten gibt es für Jugendliche mit Drogen und anderem (Doppeldiagnose) nicht wirklich. Selbst wenn ich die Angst abschüttel, die mich manchmal beschleicht, was ist wenn...die Frage kommt mir schon sehr oft.
Eigentlich hat sich die letzten 3 Jahre alles irgendwie gefunden, ich sollte mal vertrauen. Ein Geduldsspiel- gar nichts für mich, die gern bis auf die Blume im Knopfloch plant.
1 Kommentar:
Liebe Katharina, ich bewundere Dich sehr für Deine Arbeit, und das noch als Mama. Gut Arbeit und Mama ist ja nicht selten, aber die Klienten. Ich war ja Krankenschwester, aber in die Psychiatrie habe ich mich nie grtraut, dann später in der Aids-Hilfe habe ich ja viel mit Drogengebrauchern zu tun gehabt, sowohl in Freiheit, als auch im Knast, aber da war ich schon älter und hab nicht mehr so viel mit nach hause genommen. Heute hätte ich die Nerven nicht mehr. Liebe Grüße, die Christiane
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